Tod I.D. Fürstin Marie von und zu Liechtenstein: 7 Tage Staatstrauer
Fürstin Marie von und zu Liechtenstein ist tot. Die Ehefrau von Fürst Hans-Adam II. verstarb am Samstag mit 81 Jahren in einem Krankenhaus im St.Gallischen Grabs, wie das Fürstentum mitteilt.
Nachdem sich ihr Gesundheitszustand nach dem Schlaganfall am 18. August 2021 stetig verschlechtert hat, sei sie im Beisein der Familie und nach Empfang der hl. Sterbesakramente friedlich und in großem Gottvertrauen entschlafen.
In enger Absprache mit dem Fürstenhaus ordnete die Regierung des Fürstentums Liechtenstein eine siebentägige Staatstrauer bis und mit Samstag, 28. August 2021, an.
Während dieser Zeit sind alle öffentlichen Gebäude in den Landesfarben und den Farben des Fürstenhauses gemäß Traueranlaß beflaggt. Die Bevölkerung wird ersucht, ihre Privatgebäude gemäß Traueranlaß zu beflaggen.
Die Flaggen sind auf Halbmast zu setzen. Soweit Flaggen nicht auf Halbmast gesetzt werden können, sind sie mit einem Trauerflor zu versehen.
In der Zeit der Staatstrauer sollen Veranstaltungen oder Feierlichkeiten überdacht und mit dem Traueranlaß entsprechender Zurückhaltung und Respekt durchgeführt werden.
Es entspricht dem Anliegen des Fürstenhauses, daß nicht alle Festlichkeiten und Veranstaltungen abgesagt werden, sondern daß I.D. Fürstin Marie im Rahmen von Schweigeminuten oder Anpassungen im Programm gedacht wird.
Private Veranstalter sind aufgerufen, ihre Planungen entsprechend zu überdenken, so die liechtensteinische Regierung weiter.
Die Regierung entbietet S.D. dem Landesfürsten, S.D. dem Erbprinzen sowie der gesamten Fürstenfamilie ihr aufrichtiges Beileid.
Fürstin Marie als viertes von sieben Kindern in Prag geboren. Ihre Eltern mußten, als sie noch ein Kind war, nach Deutschland fliehen. Dort ging sie bis zur Matura zur Schule. Nach einem Sprachaufenthalt in England absolvierte sie die Akademie für Gebrauchsgraphik der Universität München. 1967 heiratete sie Fürst Hans-Adam II. Das Paar hat insgesamt vier Kinder. Drei Jahrzehnte stand sie dem Liechtensteinischen Roten Kreuz vor.
Bild: Fürstenhaus.li