Tal Avers von der Außenwelt abgeschnitten +++ Zivilschutz organisiert Luftbrücke +++ 10 bis 100te Kubik Fels bewegen sich an Averser Straße
Vor dem Starleratunnel im Avers lösten sich am letzten Dienstag Felsmassen aus einer steilen Felswand oberhalb der Averserstraße.
In mehreren Ereignissen sind seither etwa 50 Kubikmeter Fels abgestürzt.
Infolge eines drohenden Felssturzes auf die Averserstraße bleibt diese bis auf Weiteres gesperrt.
Die installierte Felsüberwachungsanlage zeigt seit letzter Nacht starke Geschwindigkeitszunahmen innerhalb der Felswand an.
Es drohen mehrere zehn bis hunderte Kubikmeter Fels auf die Straße zu fallen.
Sofortmaßnahmen
Die Averserstraße mußte bei Innerferrera und beim Abzweiger Val di Lei für jeglichen Verkehr gesperrt werden.
Auch für Fußgänger ist der Durchgang gesperrt.
Das Tiefbauamt Graubünden untersucht heute mit einem ortskundigen Geologen das Felssturzgebiet und koordiniert die ersten Arbeiten.
Zivilschutz organisiert Luftbrücke
Die Gemeinden organisieren zusammen mit dem Zivilschutz eine Luftbrücke, welche für wichtige Verschiebungen von Personen eingesetzt wird.
Sprengungen
Für die Felsarbeiten wird ein Sicherungsdispositiv eingerichtet.
Ein spezialisiertes Unternehmen wird während den nächsten Tagen bis Wochen den instabilen Felsbereich sprengtechnisch abbauen und Felsreinigungen ausführen.
Sobald die Felswand ausreichend gesichert ist, wird das Tiefbauamt Graubünden die Kantonsstraße räumen lassen und für den Verkehr wieder freigeben.
Sperrung Averser Straße bis auf Weiteres
Die Averserstraße bleibt bis auf Weiteres gesperrt.
Am kommenden Montag, 31. Mai 2021 wird entschieden, ob und allenfalls wann die Straße wieder geöffnet werden kann.
