Smart Valor dekotiert: Schweizer Krypto-Queen Olga Feldmeier mit minus von 97,5
Kryptowährungen wie Bitcoin und Co. steigen und steigen, bei Olga Feldmeier beziehungsweise ihrer Aktie „Smart Valor“ jedoch gibt es aktuell ein Minus nach dem anderen.
Die Aktionäre von „Smart Valor“, der Aktie der bekannten Ukrainerin, gucken in die Röhre. Der Kurs brach um über 97% ein, offenbar will niemand die Aktien haben. Nun müssen sie sogar von der Börse genommen werden.
Das Beste ist aktuell in einem Bericht des Blick wie Olga Feldmeier sich dazu äußert. Der Blick: Die Zukunft sieht sie überaus positiv.
Blick zitiert Feldmeier: „Angesichts der positiven Entwicklungen und der Rückkehr zu einem Bullenmarkt für Kryptowährungen im Jahr 2024 freuen wir uns darauf, wieder Fahrt aufzunehmen und neue wichtige Meilensteine zu erreichen.“
Aus ihrer Sicht verständlich, daß sie positiv gestimmt ist. Denn sie hat ihre Schäfchen bzw. Millionen schon im Trockenen.
Denn was selbst die meisten guten Wirtschaftsjournalisten, Wirtschaftsstudenten und Anleger oder kleine Bankangestellte schon gar nicht wissen, ist: Die Börse ist kein geheimnisvoller Moloch, in welchem einfach manchmal Geld verschwindet.
Geld verschwindet an der Börse nicht. Es wechselt bloß den Besitzer.
Oder anders: Verluste sind immer die Gewinne anderer und umgekehrt.
Wer also unsmarterweise die Aktien von „Smart valor“ im Jahr 2022 an die Börse brachte und Aktienanteile verkaufte, der kassierte, nahm das Geld der Anleger ein.
Der Verkauft der Aktien der Alt-Aktionäre wie Olga Feldmeier an die Anleger.
Schön für die Alt-Aktionäre. Schlecht für die heutigen Aktionäre. Denn offenbar haben die Altaktionäre kräftig verkauft und neue Käufer gab es keine mehr, der Kurs fiel und fiel und fiel und fiel. Bis auf heute fast 0.
Daß gleich nach dem Börsengang von den Altaktionären Kasse gemacht wurde offenbart der Chart der Aktie „Smart valor“. Denn hätten die Altaktionäre an den Wert ihres Unternehmens auch bloß ansatzweise geglaubt hätten sie ja zugekauft.
Und: Die Altaktionäre machten bereits vor dem Börsengang Kasse, indem sie privat Aktien an neue Aktionäre verkauften, indem sie damit trommelten, daß der Börsengang bevorstehe. Finanzen.ch trommelte damals mit und schrieb: „Im Vorfeld des geplanten Börsenganges zeigten sich Investoren offenbar sehr interessiert und griffen im Rahmen einer Privatplatzierung kräftig zu, so daß diese laut Pressemitteilung überzeichnet war. Die Privatplatzierung ist Teil des geplanten Börsenganges an der Nasdaq First North. Insgesamt fanden in Vorbereitung des Börsengangs zwei Privatplatzierungen in Höhe von insgesamt ca. 110,6 Millionen Schwedischen Kronen statt.“
Derweil der Kurs auf quasi null sank und die Aktionäre so gut wie alles verloren haben, präsentiert sich Olga Feldmeier eifrig auf Instagram:

„Die Geschäftsfrau, „Crypto Queen by Forbes“, wie sie auf ihrem LinkeIn festhält, kümmert sich täglich um ihre Fans in den Sozialen Medien, so Journalist Lukas Hässig von Finanzportal IP.
„Uns geht es aber nicht ums Geld„
Übrigens äußerte sich am 10.2.2022 anläßlich des Börsengangs Olga Feldmeier im Blick: «Uns geht es aber nicht ums Geld», stellt Feldmeier im Gespräch mit Blick klar. Die Investitionen in Blockchain-Unternehmen wie Smart Valor gehen so oder so durch die Decke. «Mit dem Börsengang wollen wir vielmehr zeigen, daß wir ein glaubwürdiges und transparentes Unternehmen sind.»
Feldmeier äußert nun gegenüber den Anlegern zur Rechtfertigung für den Quasi-Totalverlust der Anleger: „Die allgemeine Beobachtung ist, daß der Zeitpunkt des Börsengangs unglücklich gewählt war.“
Das mag vielleicht noch sein, nur: Seit letztem Jahr steigen und steigen die Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Co.
Also an dem damaligen Einbruch von Kryptowährungen beim Börsengang kann es kaum gelegen haben, denn dann müßte ja die „Smart valor“ aktuell gemäß der Logik von Olga Feldmeier ebenfalls im Kurx explodieren.
Das sogenannte amerikanische Wirtschaftsmagazin „Forbes“ hatte sie zur „Crypto Queen“ gekürt, was wieder einmal mehr zeigt, daß Wirtschaftsblätter nicht unbedingt Ahnung von Wirtschaft haben und schon gar nicht von Börse oder Krypto.
„Diese Firma ist sozusagen ein Tresor und eine Wechselstube für Kryptowährungen“, so die Publikation Zentralplus damals anläßlich des Börsenganges. Ein Tresor, der nahezu 100% seines Werts einbüßte. Wie geht das denn?
Remo Maßat