Schweizer Kernkraftwerke trugen 2023 zur Energiesicherheit bei

Schweizer Kernkraftwerke trugen 2023 zur Energiesicherheit bei

Während in Deutschland ausgerechnet die Grünen, die gegen Atomkraft sind sich neuerdings für Atomwaffen aussprechen, sind in der Schweiz weiterhin Kernkraftwerke in Betrieb. Was nicht heißt, daß dies nicht auch umstritten wäre. Allerdings fordern selbst im großen Nachbarland aufgrund der Rußlandsanktionen immer mehr Stimmen die Wiedererrichtung von Atomkraftwerken.

Die Schweizer Kernkraftwerke zeichneten sich im vergangenen Jahr erneut durch eine hohe Verfügbarkeit und eine sichere, zuverlässige Stromproduktion aus, so der Schweizer Verband Swissnuclear, der weiter schreibt:

Die Reaktoren der Kernkraftwerke Beznau (KKB), Gösgen (KKG) und Leibstadt (KKL) waren abgesehen von den geplanten Jahresrevisionen im Sommer ständig in Betrieb. Die Verfügbarkeit der Anlagen war dementsprechend hoch, was sich in den Produktionszahlen widerspiegelt:

Nachdem das KKL 2022 einen neuen Produktionsrekord aufgestellt hatte, erreichte es 2023 die dritthöchste Produktionsmarke seit Beginn des Dauerbetriebs im Jahre 1984. Die am Rhein gelegene Anlage produzierte im vergangenen Jahr so viel Strom, wie von rund 2 Millionen Haushalten im Jahr verbraucht wird.

Zuverlässiger Langzeitbetrieb dank Modernisierungen

Das KKL feiert 2024 seinen 40. Geburtstag. Damit geht auch das jüngste Schweizer Kernkraftwerk in den Langzeitbetrieb über. Dieser ist von zentraler Bedeutung für die Versorgungssicherheit und für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Modernisierungen sind unerlässlich, damit die Schweizer Kernkraftwerke auch in Zukunft sicher, zuverlässig und emissionsarm Strom produzieren. Die Betreiber nehmen diese Aufgabe ernst:

  • Seit Inbetriebnahme der beiden Reaktoren in Beznau wurden mehr als 2.5 Milliarden CHF aufgebracht, um das Werk zu modernisieren.
  • Das KKG wird bis 2029 rund 700 Mio. CHF für Erneuerungen investieren.
  • Die Betreiber des KKL werden für weitere Erneuerungsprojekte in den kommenden 10 Jahren rund 1 Milliarde CHF aufwenden.

(pd, rm)

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