Robotyne (Rabotino): Völlig widersprüchliche Angaben zur ukrainischen Gegenoffensive

Robotyne (Rabotino): Völlig widersprüchliche Angaben zur ukrainischen Gegenoffensive

Die Nachrichten könnten hinsichtlich des tatsächlichen oder angeblichen Vormarsches der ukrainischen Armee bei gegenteiliger wohl kaum sein.

Wie wichtig es ist, sich aus unterschiedlichen Quellen zu informieren, zeigen aktuell die Meldungen zur Situation im Gebiet Saporoschje (Zaporischschja) und namentlich dem Dorf Robotyne (westlich auch Schreibweisen wie Robotino, Rabotino).

Während das russische Staatsfernsehen, das in der EU verboten wurde, berichtet, daß keinerlei Erfolge im Gebiet Saporoschje erzielt werden konnten, berichtet das deutsche Portal T-Online genau das Gegenteil. Während gemäß dem deutschen Portal die Gegenoffensive nach 3 Monaten Erfolge in Rabotino zu verbuchen habe, berichtet RT genau das Gegenteil .

RT zitiert Wladimir Rogow, Vorsitzender der Bewegung „Wir sind mit Rußland“ und Mitglied der Gebietsverwaltung von Saporoschje wiefolgt:

„Am Ende von drei Monaten der ukrainischen Offensive stellen wir fest, daß sie nicht in der Lage waren, irgendwelche bedeutenden Siedlungen zu besetzen, ihre Kontrollzone hat sich nicht vergrößert. Sie haben Rabotino nicht eingenommen. Ja, sie sitzen in den Ruinen der Schule im Zentrum des Dorfes, aber es wäre übertrieben, davon zu sprechen, daß sie ganz Rabotino unter Kontrolle haben.“

Er wies darauf hin, daß die ukrainischen Truppen nur in der Lage waren, sich der ersten russischen Verteidigungslinie zu nähern, diese aber nicht zu überwinden.

Ganz anders bei T-Online. Dort heißt es ganz im Gegenteil an einem zuletzt am 29.8.2023 aktualisiertem Bericht noch:
„Es ist nur ein erster Schritt, wenngleich ein wichtiger: An der Front im Süden ist es der ukrainischen Armee offenbar gelungen, die erste, stark befestigte Verteidigungslinie der Russen zu durchbrechen. Das Dorf Robotyne in der Region Saporischschja sei „befreit worden“, bestätigte die ukrainische Vizeverteidigungsministerin Hanna Maljar am Montag. Nun könnte er endlich kommen – der lange erwartete Durchbruch der ukrainischen Gegenoffensive.“

Gemäß dem Bericht auf T-Online verhält sich Rußland irrational. Auf die Frage von T-Online-Mitarbeiter Patrick Diekmann, „Warum greift Rußland in dieser Situation überhaupt an?“ antwortet ein Militärexperte namens Gustav Gressel als ob er offenbar interne Kenntnisse davon hat, was russische Generäle denken, Zitat:
„
Das fragen sich viele russische Generäle wahrscheinlich auch. Diese Offensive war von Putin befohlen, der Teile des Oblast Donezk zurückerobern wollte. Dabei setzte er sich über die Einwände der Militärs hinweg, die die russische Armee aktuell für nicht angriffsfähig halten.“

Das deutsche Magazin „Der Spiegel“ sieht am 31. August 2023 gar die Ukraine-Führung bereits auf dem Weg zur Krim. Oliver Imhof schreibt das tatsächlich, im Wortlaut: „Mit kleinen Erfolgen nimmt die Gegenoffensive der Ukrainer endlich langsam Fahrt auf. Der Vorstoß auf das Schwarze Meer und die Landverbindung zur Krim scheinen machbar – aber die Zeit drängt.“

Die Liste der Beispiele, bei denen sich westliche und nicht-westliche Berichte diametral widersprechen, ließe sich täglich um Beispiele erweitern.

(rm)

 

admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert