Eric Angerer zur Vorgeschichte der Ukraine

Eric Angerer zur Vorgeschichte der Ukraine

Das „Wort zum Sonntag“ überlassen wir heute auf SchweizerZeitung.ch Eric Angerer, indem wir aus einem Artikel von ihm für das Magazin Rubikon zitieren.

Einem Artikel in welchem eine eindrucksvolle und nüchterne Analyse der Vorgeschichte der Situation in der im Herzen Europas befindlichen Ukraine vorgenommen wird.

Denn nebst Ukraine-News die gerade alle interessieren ist ein Blick in die Vergangenheit und Geschichte, insbesondere aber nicht nur der jüngeren Ukraine-Gechichte wichtig.

Um gegen die im Dienste der NATO stehenden hyperventilierenden Politiker und Medien gewappnet zu sein, sollte man mit den Hintergründen des Ukrainekonflikts vertraut sein„, so Angerer im Rubikon-Magazin.

„Regierungsmitglieder der NATO-Staaten stellen Wladimir Putin als üblen Despoten hin, der aus Machtgier ein armes Nachbarland überfällt. Der österreichische Außenminister zog gar den Vergleich mit Hitlers Einmarsch in Österreich 1938.
Tatsächlich ist die NATO seit 30 Jahren in Osteuropa der Aggressor gegen Rußland. Nach langer Defensive versucht Putin, die zunehmende Einkreisung und Bedrängung zumindest etwas zu begrenzen. In der Ukraine vermischt sich seit zwei Jahrzehnten eine soziale und politische Krise im Land mit einem nationalen Konflikt und einer geopolitischen Auseinandersetzung zwischen NATO und Rußland.“

Zum EuroMaidan führt Eric Angerer aus:

„Und schließlich hatten CIA, BND und die Stiftungen des US-Spekulanten George Soros über die Jahre etwa fünf Milliarden Dollar in den Aufbau der Opposition investiert, die USA etwa in Arsenij Jazenjuk, die deutsche CDU besonders in Vitali Klitschko.“

Später gewannen immer mehr rechte Kreise, sogar offen nazistische Kreise, welche sich auf die Tradition von Stepan Bandera und teilweise sogar der SS beriefen, an Macht. Siehe hierzu auch unserem Bericht zu dem von westlicher Propaganda als „Oppositioneller“ dargestellen Roman Protassewitsch.

Auch Polen mischte kräftig mit, was bekannt ist dadurch, daß einzelne Aktionen ans Licht kamen.

„Wie sich später herausstellte, waren im Herbst 2013 mindestens 86 Schläger des Rechten Sektors, organisiert vom polnischen Außenminister Radek Sikorski, von der polnischen Spezialpolizei im Straßen und Häuserkampf ausgebildet worden.“

Zu 2014 schreibt Angerer: „Die Scharfmacherin Timoschenko tobte und sprach davon, daß man „diese verdammten Russen zusammen mit ihren Anführern abknallen“ müsse, die Millionen Russen in der Ukraine solle man „mit Nuklearwaffen erledigen“. Die so Angesprochenen entwickelten auch in der Ostukraine eine bewaffnete Widerstandsbewegung.“

Zu den gezielten Morden in Odessa und anderswo stellt Angerer fest:

„Die Regierungen der USA und der EU und die westlichen Medien, die sonst „Antifaschismus“ vor sich hertragen und für ihre Zwecke mißbrauchen, deckten das rechte Regime: Von den Völkermordaussagen Timoschenkos über den SS-Aufmarsch der Regierungspartei Swoboda bis zum Massaker in Odessa wurde im Westen alles so gut wie möglich verschwiegen oder runtergespielt.“

Zur Rolle von USA und UK:

„Neben Geld und Ausrüstung, besonders aus den USA und Britannien, sind im Jahr 2014 gleich Hunderte „Militärberater“ und Geheimdienstler, vor allem aus den USA, im Land, um die Nationalgarde und auch die Armee gegen die Rebellen kampffähig zu machen. Dazu kamen im gleichen Jahr mindestens 400 Söldner der US-„Sicherheitsfirma“ Blackwater, die schon im Irak für diverse Verbrechen verantwortlich war und seit 2009 Academi heißt.“

https://www.rubikon.news/artikel/die-ukrainische-vorgeschichte

 

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