Deutsche Bundesbank mit fast 20 Milliarden Verlust
Wäre es eine private Bank würde sie die Finanzaufsicht wohl schließen und abwickeln. So wie fast geschehen mit der UBS 2008 und nun geschehen vor Kurzem mit der Credit Suisse.
Ukraine-Waffenlieferungen und „grüne Transformation“ sind nicht gratis
Die Deutsche Bundesbank hat einen Milliardenverlust hingelegt, so hoch wie nie zuvor in der Geschichte der Bank.
„Die geldpolitischen Maßnahmen der vergangenen Jahre haben im Geschäftsjahr 2024 wie schon im Vorjahr den Jahresabschluß der Deutschen Bundesbank geprägt. Für das Berichtsjahr weist sie einen Bilanzverlust von 19,2 Milliarden Euro aus.“
Bundesbank kündigt bereits weitere Verluste an
„Künftig dürften die zusätzlichen Verluste pro Jahr allerdings geringer ausfallen.“
Minus 19,2 Milliarden Euro hat die Bank für das Jahr 2024 in der Bilanz ausgewiesen.
Neu ist außerdem, daß frühere Bundesbank-Verluste stets durch eigene Rücklagen ausgeglichen werden konnten.
Dies ist nun anders.
Die Milliarden-Verluste müssen auf die kommenden Jahre vorgetragen werden.
Für die sich gerade neu bildende Deutsche Bundesregierung aus mutmaßlich CDU und SPD bedeutet dies, daß sie in den kommenden Jahren auf Gewinnausschüttungen der Deutschen Bundesbank in den Bundeshaushalt verzichten muß. Diese würden „für längere Zeit ausfallen“, äußerte Bundesbankpräsident Joachim Nagel.
„Deutsche Wirtschaft leidet unter hartnäckiger Stagnation“
Mit Blick auf die deutsche Wirtschaft verwies der Bundesbankpräsident auf eine hartnäckige Stagnation, während viele andere Volkswirtschaften wachsen würden. Hierbei spielten strukturelle Probleme eine wesentliche Rolle.
Hohe Energiepreise, die grüne Transformation und der demografische Wandel setzten gerade die exportorientierte Industrie unter großen Druck, so Nagel.
Viele Unternehmen beklagten zudem eine hohe Abgabenlast und eine wachsende Bürokratie.
Es geht also alles in Deutschland – leider wie seit Jahrzehnten – weiter in die falsche Richtung, so könnte man die Aussagen des Bundesbankpräsidenten zusammenfassen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Mit Blick auf das Ergebnis der Bundestagswahl appellierte der Bundesbankpräsident an die Beteiligten in der Politik, sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein: Mit einer klugen, konsistenten und verläßlichen Wirtschaftspolitik läßt sich Aufbruchstimmung erzeugen und die Bereitschaft steigern, mehr zu investieren.
(rm)