Abstimmungs-Büchlein des Bundesrats zur Volksinitiative «Für Freiheit und körperliche Unversehrtheit»
Sprache ist eine Waffe, wußte scho Tucholsky. Und das Abstimmungs-Büchlein des Bundesrats zur Volksinitiative !Für Freiheit und körperliche Unversehrtheit“ hat es in dieser Hinsicht in sich.
Professor Dr. Mörgeli schreibt dazu in der Weltwoche:
„Die Tätigkeitswörter, die der ablehnende Bundesrat für sich selber beansprucht, lauten darum «ist», «darf» und «sind». Beim Ja der Initianten lauten die Tätigkeitswörter aber «sei», «sei», «könne» und «sei».
Man braucht kein Sprachgelehrter zu sein, um hier die mehr oder weniger subtile behördliche Einflussnahme herauszuspüren. «Wenn deine Absicht rein ist, kannst du auf dem Meer laufen», lautet ein Sprichwort. Wenn das wahr würde, müßte ein erheblicher Teil unseres Bundespersonals ziemlich heftig schwimmen.“
In Zukunft kein Impfzwang möglich?
Die Initiative fordert, daß für Eingriffe in die körperliche oder geistige Unversehrtheit (wie etwa Impfungen) die Zustimmung der betroffenen Person vorliegen muss. Gemäss Initiative darf zudem eine Person, die die Zustimmung verweigert, weder bestraft noch benachteiligt werden.