Wie lange gibt es Tupperware noch?
Zuerst die Corona-Zwangsschließungen und Massenquarantänen, dann die Rußlandsanktionen mit ihren Folgen.
Zahlreiche EU-Firmen gehen gerade wegen der hohen Energiepreise infolge der umstrittenen Rußland-Bumerang-Sanktionen konkurs. EU-Firmen leiden, US-Firmen profitieren. Nicht alle allerdings.
Aber es gibt auch in den USA Firmen, die Konkurse hinlegen, allerdings aus den klassischen Gründen wie fehlendes Erkennen der Digitalisierung und überteuerter Produkte, dem Trend von Plastik hin zu Glas. Wer etwa auf Tupperware.ch Produkte anklickt, kann sie nicht kaufen. Dabei ist es nun wirklich nicht so schwierig, einen Webshop zu erstellen. Stattdessen findet man auf Tupperware.ch die Möglichkeit, Kataloge anzusehen (was auf Smartfons kaum möglich ist) und kann Kataloge bestellen:
Schon die umstrittenen Corona-Zwangsmaßnahmen setzen dem Unternehmen das auf Direktvertrieb setzte, sehr zu.
Denn die 1946 gegründete Firma aus dem US-Bundesstaat Orlando, deren Gründer Earl Tupper die Küchenwelt mit Plastikdosen und Plastikschüsseln via Multi-Level-Marketing überschütten ließ konnte weniger verkaufen.
Bei Tupperware fragt sich, wielange es das Unternehmen noch gibt und wielange Tupperware-Produkte noch hergestellt werden. Nachdem Tupperware vor mangelder Liquidität gewarnt hatte, brach die Aktie um fast 50 Prozent ein.
Letztes Jahr schloß Tupperware eine Vereinbarung mit dem US-Discounter Target ab. Target geriet jüngst wie Budweiser und North face“ wegen penetranter Wokeneß in die Kritik und all diese Unternehmen büßten massiv an Umsätzen ein.
Im Schlußquartal 2022 brach der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent ein, die Kooperation mit Target war also nutzlos wenn nicht sogar kontraproduktiv.
Allein im besagten Schlußquartal hatte das Unternehmen einen Verlust von 35,7 Millionen Dollar angehäuft.
Dass Tupperware Synonym für eine ganze Produktkategorie wurde, liegt an den Tupperware-Beraterinnen (heute «Party-Managerinnen»), welche seit 1964 in der Schweiz die Produkte an Tupperware-Partys vertreten. Großehrheitlich handelt es sich hierbei um Frauen, aber niemand klagte bisher wegen Diskriminierung von Männern, nicht einmal Dragqueens.
Sehr teuer und fehlende Qualität
So hat das Schweizer Konsumentenmagazin K-Tipp festgestellt, daß Tupperware 28 mal mehr kostet aber nicht die Qualität liefert wie ein Produkt welches nur 80 Rappen kostet. Der K-Tipp schickte hierfür zwölf Produkte zwischen 81 Rappen und 23 Franken ins Labor.
https://www.ktipp.ch/tests/produktetests/detail/artikeldetail/frischhaltedosen-nicht-ganz-dicht/
Umweltschädlich und gesundheitsschädlich
Aus allen Kunststoffbehältern löst sich laut der deutschen Publikation Ökotest etwas heraus. Doch nicht nur durch Abnutzung und Spröde-werden, durch Porösität löst sich etwas. Sondern auch durch die Erwärmung in der Mikrowelle oder das Befüllen der Dosen mit fettigen Lebensmitteln lösen sich Weichmacher und Mikroplastik.
Tupperware und andere Plastikbehältnisse enthalten also Weichmacher. Und setzen Mikroplastik frei.
Sie schaden aber nicht nur der Gesundheit der Benutzer sondern auch der Umwelt durch die Freigabe von Mikroplastik. Vom Herstellungsprozeß der ebenfalls umweltbelastend ist gar nicht zu reden.
Trend zu Glas verpaßt
Auf der Webseite Tupperware.ch sind Plastikbehältnisse zu sehen mit Inhalten von Bioprodukten. Doch gerade biobewußte Kunden wollen kein Plastik.
Tupperware und ähnliche Plastikprodukte sollten ohnedies verboten werden, dafür Verpackungen die ohnedies in Umlauf sind, zwingend wiederverwendbar sein. Wie zum Beispiel Eisverpackungen oder Behältnisse mit Surimi und ähnlichen Verpackungen, die man getrost sofern sie darauf ausgelegt wären auch wiederverwenden könnte.
Zudem gibt es auch Glasbehältnisse, die ästhetischer sind und gesünder.

Tupperware-Garantie
Wie steht es mit der 30-jährigen Garantie fragen sich viele Kunden. Diese können sie sich wahrscheinlich streichen wenn nicht irgendjemand das marode Unternehmen aufkauft.
Tupperware-Aktie
Steil nach unten zeigt auch der Aktienkurs, nicht nur die Umsätze. Der Aktienkurs stand vor zehn Jahren noch bei 70 Dollar, jetzt sogar unter einen Dollar.
Die Aktie machte eine Achterbahnfahrt mit ihren Aktionären. Hier der 5-Jahres-Chart, der nun für die Aktionäre einen Totalverlust befürchten läßt:

Wer Lust hat, darauf zu zocken, daß jemand die Markenhülle kauft und daraus etwas macht, kann Spielgeld setzen.
Immerhin ist es eine weltweit bekannte Marke, allein der Markenname dürfte einiges wert sein. Wenn nun jemand das Sortiment mit Glas neu aufgleist und auch Holzprodukte wie Pfannenwender aus Holz anstatt mit schädlichem Plastik in einen neu zu erstellenden Webshop einpflegt, dann dürfte aus der Marke Tupperware einiges zu machen sein.
Denn der Trend geht zu Glas wie man in zahlreichen weit weniger bekannten Markenbewertungen in Webshops sehen kann:

(rm)