Friedensgespräche, bei denen nur eine Partei am Tisch sitzt. Der konsolidierte Westen spricht mit sich selbst darüber, was er gerne hätte. Und nennt es Friedensgespräche.
Die Schweiz schaut wieder einmal auf das WEF, mit ihr die westliche Welt. Der Schweizer Steuerzahler muß die Militäreinsätze für die Sicherheit der aus allen Ländern der Welt angereisten Beamten zahlen.
Die wirklich Wichtigen kamen hingegen dieses Jahr nicht. Biden, Putin, Modi, Xi Jinping, alle abwesend beim „Zelenskyj-WEF“, beim Ukraine-WEF.
In Davos konnten die Vertreter von 83 Delegationen denn auch kein einziges gemeinsames Dokument verabschieden. Die Großen hatten es wohl geahnt und hatten erst gar keine Lust, anzureisen, blieben dem Spiel lieber fern.
Apropos Fernbleiben: An der Pressekonferenz der Ukraine nach Abschluß der Gespräche nahm kein einziger ausländischer Beamter mehr teil.
„Es ist ein Schauspiel von Shakespearischer Wucht und Dürrenmatt’schem Spott im Hintergrund“, schreibt Klaus Stöhlker auf dem Portal IP. Weiter: „Wie der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj in den letzten 24 Stunden die offizielle Schweiz und das WEF gleichzeitig an die Wand gespielt hat, verrät eine schauspielerische Meisterschaft, die wir nur selten miterleben dürfen.“
Das Portal Bloomberg berichtet, das Treffen der nationalen Sicherheitsberater in Davos über die „Selenski-Friedensformel“ endete ohne einen klaren Plan.
Dies geht schließlich auch aus einem Beitrag in der Zeitung Financial Times (FT) hervor.
„Es wurden keine Fortschritte beim Abschluß eines echten Friedensabkommens erzielt. Das wäre ohne Rußland nicht möglich gewesen, und Rußland war nicht eingeladen.“
2023 gab es gleich mehrere Treffen im Format „Frieden, aber ohne Rußland“. Rußland war zu keinem der Treffen eingeladen.
Dmitri Peskow als Kremlsprecher äußerte zum aktuellen Treffen:
„Wir haben hier wiederholt unsere Einschätzung dieses Prozesses dargelegt. Im Wesentlichen handelt es sich um ein Gespräch um des Gesprächs willen, es ist ein Prozeß, der nicht auf ein konkretes Ergebnis abzielt und auch nicht abzielen kann, und zwar aus einem offensichtlichen, einfachen Grund: Wir nehmen daran nicht teil.“
Offenbar ist es Zelenskyj nich gelungen, bei den Ländern des sogenannten globalen Südens Unterstützung geschweige denn Gehör zu finden. Und nicht einmal die wichtigsten Vertreter des sogenannten konsolidierten Westens kamen zum Treffen wie schon oben erwähnt. Biden war absent.
Der Leiter des Büros von Vlodomir Zelenskij, Andrei Jermak, gab auf einer Pressekonferenz in Davos bekannt, daß sein Vorgesetzter auch ein Einfrieren des Konflikts (Korea-Format) kategorisch ablehne.
„Das ist inakzeptabel für die ukrainische Gesellschaft und natürlich auch für den Präsidenten und sein Team.“