Video: Dr. Daniele Ganser bei der Weltwoche

Video: Dr. Daniele Ganser bei der Weltwoche

«Ich glaube ihm, daß er Frieden will»: USA-Kritiker Daniele Ganser äußert sich in der Weltwoche über US-Präsident Trump und den Ukraine-Krieg.

Es sei ein Krieg der USA gegen Rußland, ein Stellvertreterkrieg.

Selenski entscheidet nicht selbst, so Ganser.

Es sei wichtig, daß zwischen den USA und Rußland gesprochen werde.

Biden habe 4 Jahre regiert und 4 Jahre nie mit Putin gesprochen.

Der Kurs von Friedrich Merz in Deutschland sei „völlig verrückt“ so Ganser. Der Krieg könne nicht durch Waffen beendet werden. Merz sei jemand, der „den Krieg angeheizt“ habe. Er finde es zudem auch „verlogen“, wenn man vor der Wahl sagt, man werde die Schuldenbremse nicht anfassen und ein Milliardenschuldenpaket für Waffen und Kriegsgerät verabschiedet.

Ganser spricht auch den Putsch 2014 in Kiew an, der illegal war.

Wenn wir mehr Waffen haben, sei nicht mehr Frieden in Europa.

Die Bombardierung von Jemen und Somalia durch Trump verurteilt Ganser. Aber es seien keine Atommächte.

Die Briten den regierungen Starmer, die Franzosen mit Macron und die Deutschen mit Merz wollen keinen Frieden in der Ukraine, so Ganser.

Bei der Ukraine nehme er Trump ab, daß er Frieden erreiche will, bei Israel / Palästina sehe er das anders.

Die Friedensgespräche in der Ukraine 2022 wurden sabotiert von Boris Johnson und anderen. Man habe die Ukraine wirklich ins Verderben geschickt.

Wahlen in der Ukraine wären wichtig, auch wenn sie während eines Krieges schwierig seien.

Selenski wurde sehr erfolgreich gewählt, aber seine Amtszeit sei abgelaufen.

Er habe vor den Wahlen 2019 versprochen, den Bürgerkrieg, der 2014 begonnen hatte, zu beenden. Er hätte die Möglichkeit gehabt, das Abkommen von Minsk umzusetzen aber tat es nicht. Er müßte sich Wahlen stellen.

99%

Ganser möchte betonen, daß bei all den schlimmen Kriegsmeldungen zu beachten sei, daß 99% der Menschen auf der Welt sich nicht töten.

99% starren aus ganz verschiedenen gründen auf 1%, die sich – aus ganz verschiedenen Gründen – umbringen. Da könnte man die Hoffnung verlieren. Doch die Mehrheit der Menschheitsfamilie tötet sich nicht, auch nicht bei Konflikten.

US-Kritik

Ganser streitet nicht ab, ein Kritiker des US-Imperialismus zu sein. Diese Kritik vertrete er weiterhin. Trump sei bis jetzt aber als Chance für den Frieden zu sehen in der Ukraine.

Daß Trump Jemen und Somalia bombardieren ließ haben jedoch viele gar nicht mitbekommen.

Auch daß Trump Netanjahu Bomben liefert für die Bombardierung des Gaza-Streifens, sei kritisch zu betrachten.

Schweiz

die Schweiz habe sich auf dem Bürgenstock besonders schlecht dargestellt, schlechte Arbeit geleistet, dadurch, daß die Russen nicht eingeladen wurden.

Europa / USA / Rußland

Jetzt kommt endlich mal ein amerikanischer Präsident, der Frieden in der Ukraine bewerkstelligen wolle, aber die Europäer sagen – teilweise – nein, namentlich Großbritannien, Deutschland und Frankreich.

Ungarn und die Slowakei würden es anders sehen.

Letztlich gehe es darum, die europäische Friedensarchitektur wieder aufzubauen. Dies gehe nur mit Rußland, das eine Atommacht sei. Man könne keine Friedensarchitektur in Europa aufbauen ohne Rußland.

Russische Energie

Von Rußland keine Energieträger mehr zu kaufen und diese auf dem Umweg über Dritte teurer zu kaufen, sei kaum intelligent, so Ganser sinngemäß.

Nord Stream sei durch die USA gesprengt worden führt Ganser aus und begründet es auch dezidiert.

Demokratie in Europa

J. D. Vance habe mit dem Hinweis auf den Fall Rumänien seinen Finger „auf einen wunden Punkt gelegt“.

Nato

Die Nato stehe nicht für Frieden in Europa. Im Gegenteil habe erst der Versuch, die Ukraine in die Nato zu ziehen, dieses Blutbad in der Ukraine ausgelöst, so Ganser.

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admin

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