Stuttgart 21: Kostenexplosion und Korruptionsvorwürfe

Stuttgart 21: Kostenexplosion und Korruptionsvorwürfe

Das Bahnprojekt Stuttgart 21, das eigentlich heute wohl eher Stuttgart 25 heißen müßte sorgt in Deutschland weiter für Negativschlagzeilen.

Spätestens seit den Maskenaffären weiß man, daß es in Deutschland massive Korruption gibt und dies nicht das Sauberland ist als das es sich oft im Ausland darstellt. Und spätestens seit dem Flughafen Berlin weiß man, daß Großprojekte keine Kostenrahmen einhalten und sich ständig verteuern und verzögern.

Bei Stuttgart 21 liest sich die Kurzgeschichte so:

November 1995 unterschrieben Bahn, Bund, Land und Stadt Stuttgart eine Vereinbarung zum Projekt Stuttgart 21.

Damals war von 2,6 Milliarden Euro (rund 5 Mia D-Mark) die Rede.

Doch die Kosten stiegen und stiegen.

  • September 2006: Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung der Deutschen Bahn spricht von  2,8 Milliarden Euro an.
  • 8. November 2009 ist es schon fast das Doppelte: Bahnchef Rüdiger Grube legt die „Sollbruchstelle“ neu mit 4,53 Milliarden Euro fest.
  • 8. September 2010: Das Büro Vieregg & Rößler spricht von 6,7 bis 8,7 Milliarden Euro Kosten
  • Juni 2016: Jetzt ist von 6,51 Milliarden Euro die Rede. Laut Bahn-Gutachten seien seit 2012 durch externe Faktoren Kostenrisiken in Höhe von 623 Millionen Euro entstanden
  • 26. Januar 2018:  8,2 Milliarden Euro und ein um weitere Jahre verschobener Eröffnungstermin 2025
  • März 2022: Sondersitzung des Aufsichtsrats der DB und weitere 950 Millionen Euro Kosten und außerden „Vorsorgepuffer“ im Umfang von 640 Millionen Euro für noch mehr zusätzliche Kosten.

Wie die „Financial Times“ im Herbst 2021 berichtete, sollen Mehrkosten in Höhe von 600 Millionen Euro durch Korruption, namentlich durch unnötige Aufträge entstanden sein.

admin

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