Reuters: Nationalbanken holen Gold aus USA und UK

Reuters: Nationalbanken holen Gold aus USA und UK

Die Reuters-Meldung hat es in sich. Immer mehr Zentralbanken holen ihr Gold aus den USA und UK.

Die Nachrichtenagentur berichtet zur Repatriierung von insbesondere ehemals in den USA gelagerten Goldreserven:

„Immer mehr Länder führen ihre Goldreserven zurück, um sich gegen die vom Westen gegen Rußland verhängten Sanktionen zu schützen. Dies geht aus einer am Montag veröffentlichten Invesco-Umfrage unter Zentralbanken und Staatsfonds hervor.“

Immer mehr ausländische Nationalbanken holen also ihr Gold ins eigene Land zurück. Dies, nachdem die USA zuerst das Nationalbankgold von Afghanistan und schließlich auch das von Rußland beschlagnahmte („einfror“).

Über Präsedenzfall besorgt

68% der Nationalbanken halten ihr Gold zuhause, 2020 waren es nur 50%

Die Umfrage, welche Reuters zitiert, hat ergeben, daß ihr zuvolge ein „erheblicher Anteil“ der Zentralbanken über den geschaffenen Präzedenzfall besorgt war.

Eine Zentralbank, die anonym zitiert wurde, sagte: „Wir hatten es (das Gold) in London gelagert… aber jetzt haben wir es zurück ins eigene Land transferiert, um es als sicheren Hafen zu halten und es sicher aufzubewahren.“

„Das Einfrieren von fast der Hälfte der russischen Reserven, die auf 640 Milliarden US-Dollar geschätzt werden, durch den Westen im vergangenen Jahr nach Ausbruch des russisch-ukrainischen Konflikts war ein Präzedenzfall.“

Hintergrund – was war geschehen?

Die USA hatten zuerst die Goldreserven der Zentralbank Afghanistans welche treuhänderisch in den Vereinigten Staaten aufgewahrt wurden, einfach beschlagnahmt. Bereits dies rief bei vielen Beobachtern aufgrund der Dreistigkeit des Vorgehens Augenreiben aus.

Der Tagesanzeiger schlagzeilte damals „Joe Biden, der Dieb„.

Dies nach dem der urplötzliche Rückzug aus Afghanistan stattgefunden hatte, bevor der Ukraine-Krieg begann. (und im Seidenstraßenland Afghanistan Milliarden an US-Waffentechnik zurückgelassen wurde).

Einen Ukrainekrieg, den US-Präsident Biden notabene für den 16. Februar voraussagte.

Dies, nachdem die Ukraine ab dem 15. Februar zufälligerweise den Beschuß des Donbaß massivst erhöht hatte.

Im Anschluß daran beschlagnahmten die USA einfach die Goldreserven welche Rußland aufgebaut hatte und in den USA gelagert hatte.

Es handelt sich um einen Versuch, einen Diebstahl, das Eigentum eines anderen wird weggeschnappt“, bewertete damals Anatoli Aksakow, Leiter des Duma-Ausschusses für den Finanzmarkt, das, was jetzt mit den russischen Reserven geschieht.

Als westliche Länder wie die Schweiz damals zu Tiefskursen das Goldvolksvermögen verkauften, kauften Ländern wie Rußland, Indien und China zu Tiefst- und Tiefkursen.

Rußlandsanktionen: Gold beschlagnahmt („eingefroren“)

Nur Gold, das in Rußland gelagert wurde war nach den Rußlandsanktionen vor physischer Beschlagnahmung geschützt.

Damals beabsichtigten die USA mit den Sanktionen und den Goldbeschlagnahmungen die russische Wirtschaft zu zerstören:

Das Einfrieren der Reserven in einer großen Volkswirtschaft wie Rusßland ist beispiellos und wird „verheerende Auswirkungen“ haben, so Tim Ash, Stratege bei Bluebay Asset Management: „Wir könnten einen Zusammenbruch des Rubels erleben.“

39 % der Reserven befinden sich in Ländern, die Sanktionen verhängt haben.

Wir wissen heute, daß genau das Gegenteil der Fall ist. Aber damals glaubte man sogar, dies würde zu einer Dollarisierung führen.

„Sanktionen gegen die Bank von Rußland könnten einen enormen Effekt auf die russische Wirtschaft und das Bankensystem haben, ähnlich dem, was wir 1991 gesehen haben“, warnt Elena Rybakova, stellvertretende Chefvolkswirtin am Institute of International Finance. „Dies könnte zu einem Ansturm auf die Einleger und zur Dollarisierung führen, zu einem starken Rückgang [des Rubels], zur Aufzehrung der Reserven – und möglicherweise zum vollständigen Zusammenbruch des russischen Finanzsystems.“

Wo lagert das Schweizer Gold?

Die Volksinitiative „Rettet unser Schweizer Gold“ forderte 2014 auch in der Schweiz, die Goldreserven, die in den USA lagern, zurückzuholen.

Dies geschah jedoch nicht; die Volksabstimmung zeigte, daß zumindest damals noch die meisten Schweizer den USA zu vertrauen schienen. Anders als heute viele Zentralbanken von zahlreichen Ländern.

Die Schweizerische Nationalbank gibt – angeblich aus Sicherheitsgründen – bis heute nicht bekannt, wo genau das Schweizer Gold lagert und nichteinmal in welchen Ländern wieviel davon lagert.

Das schweizerische Staatsfernsehen SRF sprach damals von „Geheimniskrämerei“, welche Kritik hervorrufe.

Quellen, Weiterführendes

Reuters-Meldung zu Studie über Repatriierung von Gold aus den USA:

https://www.reuters.com/business/finance/countries-repatriating-gold-wake-sanctions-against-russia-study-2023-07-10/

Sicherung 1:

https://web.archive.org/web/20230000000000*/%20https://www.reuters.com/business/finance/countries-repatriating-gold-wake-sanctions-against-russia-study-2023-07-10/

Edward Slavsquat, 28.02.2022

https://edwardslavsquat.substack.com/p/robbed-again-west-freezes-russias?utm_source=url

Schweizerisches Staatsfernsehen SRF spricht von „Geheimniskrämerei der SNB“, der Schweizerischen Nationalbank.

www.srf.ch/sendungen/einstein/fuenfmalklug-wo-ist-das-schweizer-gold

 

 

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