Skiferien und Skiunfall des Walliser Staatsrats Stephane Ganzer: unterschiedliche Reaktionen

Skiferien und Skiunfall des Walliser Staatsrats Stephane Ganzer: unterschiedliche Reaktionen

Nicht überall kam gut an, daß während eines so tragischen Jahrhundert- oder eher Jahrtausend-Ereignisses der zuständige Staatsrat, Stéphane Ganzer, Skiurlaub machte, was in die Schlagzeilen kam, weil einen Skiufall hatte und in der Folge desselben bis Mitte Februar, so die damaligen Prognosen, ausfallen werde.

Es fragt sich: Darf ein Politiker in solch einer Situation einfach nach dem Motto „Das Leben geht weiter“, Skiferien machen, Feste feiern und solche Dinge in dieser Art machen.

20 Minuten etwa sah es wie auch Walliser Zeitung kritisch, daß in solch einer Situation wie in Crans-Montana eine Meldung über einen Skiunfall des zuständigen Staatrats Ganzer ergeht. „Ausgerechnet während der Ermittlungen zu Crans-Montana …/…„, so das Blatt.

 

Röstigraben beim Skiunfall von Stéphane Ganzer

Die Reaktionen könnten unterschiedlicher kaum sein.

Während in der Deutschschweiz sie sehr negativ sind, so negativ, daß das Medium 20 Minuten sogar die Kommentarfunktion löschen mußte, sind sie in Unterwallis völlig anderes.

Während auch beim staatsnahen Medium Nau im Beitrag auf Deutsch negative Kommentare eingingen, so ist unter einem Artikel im „Le Nouvelliste“, zum Skiunfall von Stéphane Ganzer eine große Masse an positiven Kommentaren, man findet keinen einzigen negativen, ganz im Gegensatz zu den Kommentaren in der Deutschschweiz:

 

 

Offenbar hat man in der Romandie Verständnis dafür, daß ein Staatsrat auch in so einer Situation wie bei Crans-Montana einfach Skifahren geht.

Während es in der Deutschschweiz als ungebührlich, ja fast eine Pflichtverletzung, zumindest aber als eine Pietätlosigkeit gegenüber den Opfern und ihren Angehörigen angesehen wird, ist man in der Romandie offenbar anderer Ansicht.

(rm)

 

admin

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