Video zum Israel-Iran Krieg: Warum der „Iron Dome“ viele Raketen und Drohnen nicht abfangen kann

Video zum Israel-Iran Krieg: Warum der „Iron Dome“ viele Raketen und Drohnen nicht abfangen kann

Vor wenigen Tagen kündigte der US-Präsident Donald Trump in einer mit Spannung erwarteten Pressekonferenz an, daß sich die USA vorerst nicht in den Israel-Iran-Konflikt einmischen werden und bedung sich bis zu 2 Wochen Bedenkzeit aus. Die Vereinigten Staaten zogen zudem Truppen und Militärmaterial aus Ländern des Nahen Ostens ab und in Washington landete das E-4B-Kommandoflugzeug, auch bekannt als „Weltuntergangsflugzeug“, was für eine Alarmbereitschaft spricht.

Ob die Truppenrückzüge und die 2 Wochen Bedenkzeit wieder ein Täuschungsmanöver ist oder nicht, muß sich noch weisen.

Derweil stellt sich heraus, daß die „Eiserne Kuppel“, der „Iron Dome“ nicht so funktioniert wie von Israel erwartet.

Nur etwa 2/2tel der iranischen Raketen können abgefangen werden, so Meldungen, die der offiziellen Mitteilung des israelischen Militärs widersprechen, das von 5 bis 10% der Flugobjekte spricht, die nicht abgefangen werden konnten.

Warum das so ist, darüber wird in westlichen Medien nicht berichtet aber ein TV-Sender aus Indonesien liefert eine schlüssige Analyse dazu:

Der Iran setzt Raketen ein, die sich in der Luft aufsplitten und gleichzeitig viele sogenannte Sub-Munition abwerfen und streuen. Dies ist offenbar eine Schwachstelle der israelischen Luftverteidigung, die der Iran herausgefunden hat, denn diese ist mit diesem Vorgehen überfordert, kann nicht gleichzeitig eine solche Vielzahl von Flugkörpern abfangen.

Zudem komme hinzu, daß der Iron Dome“ nur Geschwindigkeiten bis Mach2 erreichen könne und iranische Hyperschallraketen schneller sind, bis mach5 erreichen, so Analyse-Videos im Internet.

Das würde erklären, warum die Drohnen abgefangen würden, aber Raketen kaum, zumal ungelenkte Drohnen viel leichter abzuwehren sind als ballistische oder gelenkte Raketen. Denn die Eiserne Kuppel berechnet die Flugbahnen der eintreffenden Objekte und schießt sie dann ab. Wenn aber ein Flugobjekt gelenkt ist, ist dies viel schwieriger.

Auch der Kostenfaktor spielt eine Rolle. Abwehrraketen des „Iron Dome“ dürften – ähnlich wie in der Ukraine die westlichen Patriot-Luftabwehr-Raketen ungleich viel mehr kosten als eine Drohne. Selbst, wenn eine Drohne erfolgreich abgeschossen wurde ist es ein enormer Verlust, zumindest finanzieller Art.

Amerikanische Sender bezeichnen es als „überraschend“, daß der „Iron Dome“ nicht standhalten konnte.

Ein Video-Kanal erläutert zu den iranischen Hyperschallraketen:

Die Fattah-2-Rakete beginnt ihren Flug mit einem Feststoffbooster, der den anfänglichen Schub liefert, die Rakete schnell auf Hyperschallgeschwindigkeit – angeblich über Mach 15 – beschleunigt und in große Höhen treibt. Diese Phase ist entscheidend für den Aufbau der für die nächste Flugphase erforderlichen Geschwindigkeit und Dynamik. Beim Aufstieg erreicht die Rakete eine sorgfältig berechnete Ablösehöhe, typischerweise nahe dem Rand der Atmosphäre – oft über 30 Kilometer, potenziell bis zu 100 Kilometer. Diese Höhe wird gewählt, um die Geschwindigkeit der Rakete zu optimieren und die Voraussetzungen für die anschließende Hyperschall-Gleitphase zu schaffen. Sobald die Rakete die gewünschte Höhe und Geschwindigkeit erreicht hat, beendet die Booster-Stufe ihre Verbrennung und trennt sich vom Gleitfahrzeug. Diese Trennung wird durch Mechanismen wie Sprengbolzen oder mechanische Auslösesysteme erreicht, ähnlich denen in anderen fortschrittlichen Raketentechnologien. Das Gleitfahrzeug mit dem Sprengkopf kann dann seinen unabhängigen Flug beginnen. Mit Beginn der Gleitphase tritt das Fahrzeug mit Hyperschallgeschwindigkeit wieder in die Atmosphäre ein. Das aerodynamische Design und das hohe Verhältnis von Auftrieb zu Luftwiderstand ermöglichen es dem Gleiter, große Entfernungen zurückzulegen und gleichzeitig seine Manövrierfähigkeit zu bewahren. Das Gleitfahrzeug fliegt typischerweise in Höhen zwischen 12 und 30 Kilometern – kann aber bei Bedarf auch tiefer sinken – und kann seine Flugbahn unvorhersehbar ändern. Im Gegensatz zu vielen anderen Systemen verfügt Fattah-2 zudem über ein kleines Flüssigtreibstoff-Raketentriebwerk, mit dem es in dieser Phase seine Geschwindigkeit und Flughöhe feinjustiert. Nähert es sich seinem Ziel, sinkt das Gleitfahrzeug auf eine niedrigere Höhe und aktiviert sein Bordtriebwerk erneut. Dadurch kann es seine Geschwindigkeit stabilisieren – es fliegt weiterhin mit Mach 5 oder mehr – und kurz vor dem Aufprall scharfe Ausweichmanöver durchführen. Die Kombination aus extremer Geschwindigkeit, niedriger Flughöhe und unregelmäßiger Flugbahn macht es für jedes Luftabwehrsystem außerordentlich schwierig, den Sprengkopf rechtzeitig zu verfolgen und abzufangen.

Hintergründe

Wen die Hintergründe, um die es im Israel-Iran-Krieg geht, interessiert, suche den Film „Israel und die Bombe – Ein radioaktives Tabu“ von Dirk Pohlmann, der auf Arte erschienen ist und im Internet noch zu finden ist.

(rm)
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