Schweiz und Rußland wollen den Austausch im Agrarbereich intensivieren
Der russische Kaiser ließ sich früher Äpfel aus dem Obsttal Domleschg liefern. Was wenig bekannt ist: Rußland ist auch heute der 6.-größte Exportmarkt für Schweizer Agrarprodukte.
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Januar 2022 sein Interesse bekräftigt, mit Rußland im Bereich der Landwirtschaft enger zusammenzuarbeiten. Die Absichtserklärung umfaßt drei Themenschwerpunkte.
Die Schweiz kooperiert mit Rußland heute bereits auf dem Gebiet der landwirtschaftlichen Forschung. Mit der Unterzeichnung einer noch nicht rechtsverbindlichen Absichtserklärung wollen die Schweiz und Rußland ihre Zusammenarbeit im Agrarbereich ausbauen.
Die Absichtserklärung beinhaltet die drei Themenschwerpunkte: bilateraler Handel, die Zusammenarbeit im Pflanzengesundheitsbereich sowie im Veterinärwesen. Dabei wird einerseits der bilaterale Handel mit landwirtschaftlichen Gütern thematisiert, andererseits soll ein vermehrter Austausch zu den gesetzlichen Grundlagen und Zulassungsbedingungen für landwirtschaftliche Produkte in beiden Ländern stattfinden.
Mit der Absichtserklärung bietet sich der Schweiz auch ein Instrument, andere Themen wie beispielsweise die Exportzulassung von neuen Betrieben im Milch- und Fleischbereich sowie der Schutz von geographischen Herkunftsangaben besser anzusprechen.
Rußland ist nach der EU, den USA, dem UK, Japan und Kanada der sechsgrößte Exportmarkt für Agrarprodukte aus der Schweiz. Die Ausfuhren von landwirtschaftlichen Produkten nach Russland belaufen sich auf ca. 250 Millionen Franken pro Jahr.