Schock: Bundesrat warnt öffentlich vor Stromunterbrüchen in der Schweiz
Sogar in der strom-sicheren Schweiz mit ihrer vielen Wasserkraft wird nun von höchster Seite zur Vorbereitung auf Strommangel aufgerufen.
“Eine Strom-Mangellage ist neben der Pandemie die grösste Gefahr für die Versorgung der Schweiz”, sagt Bundesrat Guy Parmelin in einem Video über welches das Schweizer Staatsfernsehen SRF berichtete.
Diese Video-Botschaft ist auf der Webpräsenz der Organisation für Stromversorgung in ausserordentlichen Lagen (Ostral) aufgeschaltet. Hervorgegangen ist sie aus der “Kriegsorganisation der Elektrizitätswerke” (KOEW).
Mit Strom-Mangellage sei gemeint, dass wochen- oder gar monatelang zu wenig Strom zur Verfügung stehe, so Parmelin im Warn-Video. “Das würde zum Beispiel bedeuten, dass Fabriken weniger produzieren könnten, Behörden und Dienstleistungsunternehmen wie Banken ihr Angebot verkleinern müssten oder vom Strom abhängige Transportmittel wie Bahnen oder Trams nur noch eingeschränkt fahren könnten.”.
Sollte der Strom knapp werden, sei die Schweiz auf die Unterstützung aller Stromkunden angewiesen, sagte er an die Adresse der Unternehmen.
Die Kampagne der Ostral startete am 30. September.
Grossverbraucher werden direkt angeschrieben
In einem Informationsbrief werden Grossverbraucher über die brisante Lage informiert.
30’000 Strom-Grossverbraucher sollen gemäss “NZZ am Sonntag” angeschrieben werden oder bereits angeschrieben worden sein.
Die Betriebe werden auf mögliche Stromkontingentierungen in der nahen Zukunft hingewiesen.
Noch brisanter für die Lage: EU-Strom-Vertrag auf Kippe
Noch grösser ist die Stromnot in der EU.
Diese könnte den Strom selber brauchen und nicht mehr in die Schweiz liefern. Wie unsolidarisch sich die EU-Länder im Ernstfall verhalten, hat die Schweiz erfahren als im letzten Frühjahr Masken und Hygieneartikel einfach kurzerhand beschlagnahmt wurden noch bevor dieses Schweizer Eigentum die Schweizer Grenze passierte.
Gemäss einem kürzlich zuhanden des Bundesrats publizierten Bericht der Ostral könnte die Schweiz wegen fehlenden Stromabkommens mit der EU ab 2025 ein Problem mit der Strom-Versorgungssicherheit bekommen, vor allem im Winter.
So steht es in einem von drei Szenarien in einem Bericht, den der Bundesrat am Mittwoch zur Kenntnis genommen hat.
Das Stromabkommen mit der EU liegt gehörte zu den Druck- bzw. Erpressungsmitteln (je nach politischer Meinung) dafür, dass die Schweiz endlich ein Rahmenabkommen mit automatisierter Uebernahme von EU-Recht abschliessen sollte.
Schon seit 2018 liegt das Strom-Abkommen daher still und gegenwärtig sind die Chancen so schlecht wie kaum vorher, dass die Schweiz plötzlich sich der automatisierten Uebernahme von EU-Recht unterwerfen wird.
Eine der innert kürzester Zeit zur einer der beiden erfolgreichsten neuen politischen Organisationen avancierten Bewegung namens Kompass Europa zeugt davon. (die andere Organisation sind die Verfassungsfreunde, welche sich aber bisher nicht mit der EU beschäftigt haben).
Remo Massat