Sanktionen gegen Rußland: Die meisten Länder machen nicht mit

Sanktionen gegen Rußland: Die meisten Länder machen nicht mit

Ausgerechnet jetzt bricht der Bundesrat die Schweizer Neutralität. Denn die Bestrebungen der transatlantischen Mächte, Rußland möglichst weltweit zu isolieren, stoßen auf breiten Widerstand.

Indien verweigert sich der Forderung, sich der Sanktionspolitik anzuschließen genauso wie China.

Beide Länder arbeiten an einem alternativen, nicht auf SWIFT basierendem und den US-Dollar angewiesenen Zahlungssystem. Beide Ländern planen eine Ausweitung der Erdölimporte aus Rußland.

Apropos Erdöl: Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate sperren sich gegen das Verlangen, ihre Ölförderung stark auszuweiten, um ein globales Ölembargo gegen Rußland zu ermöglichen; der britische Premierminister Boris Johnson kehrte gestern nach Verhandlungen auf der Arabischen Halbinsel mit leeren Händen heim.

Mehrere Staaten Südamerikas, darunter Argentinien, Brasilien und Chile, machen Druck, zumindest russische Düngemittelexporte zu ermöglichen; andernfalls, heißt es, sei die globale Versorgung mit Lebensmitteln in Gefahr.

Die Staaten Lateinamerikas sowie Afrikas halten sich von der Sanktionspolitik ebenso fern wie die Türkei, beinahe alle Staaten Südostasiens und des Nahen und Mittleren Ostens sowie China. Die im Westen beliebte Aussage, Rußland sei „in der Welt isoliert“, trifft nicht zu.

Quelle, weiterlesen:
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8874

 

admin

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