Raiffeisenchef Lachappelle ließ Buch verbieten und Blick-Artikel
Der Ringier-Verlag bzw. SonntagsBlick war empört. „So dreist ist Guy Lachappelle“, meinte die große Zeitung. Und titelte in Fett-Lettern: „Das falsche Spiel des Raiffeisen-Präsidenten“.
Journalisten trafen sich mit Lachappelle vertraulich in einer pikanten Sache.
Der Sobli dazu: „SonntagsBlick sicherte die Vertraulichkeit zu. In der Folge trafen sich Wirtschaftsredaktor Thomas Schlittler (32), der seit Wochen an der Recherche arbeitete, in Begleitung von Chefredaktor Gieri Cavelty (44) mit Guy Lachappelle und dessen Kommunikationsberaterin Christina Hatebur (45) in einem Hotel in Zürich zu einem rund zweistündigen Gespräch.“
Christina Hatebur ist – wie fast die gesamte Raiffeisenbank-Führung ebenfalls – Mitglied der CVP. Die ist pikant insofern als ein CVP-Parteifilz es war, welcher erst die Vincenz-Affäre möglich machte.

Doch zurück zu der Frau mit der Lachappelle nichts mehr zu tun haben will, der er sogar gerichtlich verbietet über ihn etwas zu schreiben:
Lachappalle hat die Frau mit welcher er offenbar eine Beziehung hatte mit einem Publikationsverbot belegen lassen, sie an mehreren Fronten belangt und eingeklagt, nachdem diese letzten Sommer ein 50seitiges Buch über sogenannt fragwürdige Führer publizierte, schreibt das Portal IP.
Leider werden weder Name der Frau noch das Buch genannt.
IP weiter: Zu einem heiklen Thema, das in der gestrigen Reportage nicht steht, aber inzwischen klar ist. Die vertrauliche Unterredung zwischen Medium und Topmanager drehte sich um Lachappelles Ex-Affäre mit einer Managerin.
Nun ist die ganze Sache verschwunden. Sogar der Artikel in de sich Blick über den Bruch der Vertraulichkeit des Gesprächs mit Guy Lachappelle empört ist verschwunden:

Stattdessen ein historisch einmaliger Kniefall: https://insideparadeplatz.ch/2021/07/07/historischer-kniefall-von-ringier-und-blick/
Der Artikel indes jedoch landete anonym bei zahlreichen Raiffeisen-Bank-Chefs.
Was ist passiert?
Variante 1: Die Putzfrau hat den Artikel auf dem Schreibtisch liegen gesehen und die superprovisorische Verfügung, daß nix erscheinen darf über die Affäre Lachappelle. Und fand es zu wichtig, daher hat sie sie auf einem ausländischen Hosting hochgeladen. Eher unwahrscheinlich.
Variante 2: Blick-Geschäftsleitung zeigt Charakter und läßt sich nicht den Mund verbieten gegen Werbekunden Raiffeisen. Eher unwahrscheinlich.
Variante 3: Ein Journalist hat oder zwei Journalisten haben es nicht akzeptiert, mundtot gemacht zu werden.