Pollen-Allergie: Woher kommt sie?

Menschen mit Haselallergie werden es vermutlich am Wochenende spüren: Die Haselpollen sind im Tessin und wohl auch vermehrt im Schweizer Mittelland unterwegs, was den Beginn der Pollensaison markiert. «Vor zwei Jahren begann die Pollensaison besonders früh, 2024 später, und dieses Jahr ist sie zu einem normalen Zeitpunkt», sagt Roxane Guillod vom Aha!-Allergiezentrum Schweiz. Regula Gehrig, Biometeorologin von MeteoSchweiz, äußert: «Dieses Jahr hat das wechselhafte und teils frostig-kalte Wetter ein frühes Aufblühen der Haselsträucher verhindert, sodaß wir uns im normalen Bereich befinden. Das ist gut für die Natur und bringt auch Allergiebetroffenen eine Erleichterung.»

Woher kommen Allergien, wie entstehen sie?

Während viele zum Kauf von Medikamenten raten bei einer Pollen-Allergie wäre es sinnvoll, sich einmal damit zu befassen, was Allergien überhaupt sind und woher sie kommen, wie sie entstehen. Beziehungsweise sollte man statt sich mit Symptombekämpfungen zu befassen vielleicht einmal sich eher mit den Ursachen von Allergien befassen.

Allergien sind Überreaktionen des eigenen Körpers, der etwas als Gefahr interpretiert was keine ist.

Doch wie kommt es dazu? Offenbar spielt es eine große Rolle, ob der Körper bzw. das Immunsystem die Stoffe „kennenlernt“, die eigentlich keine Reaktion bzw. Überreaktion auslösen dürften. Als die westdeutschen Krankenkassen mit den sogenannt ostdeutschen Krankenkassen fusionierten stellte man überrascht fest, daß Pollen-Allergien im östlichen Teil Deutschlands viel weniger vorkamen.

Als Ursache entdeckte man, daß im östlichen Teil die Fenster weniger dicht waren und von kleinauf somit Pollen dem Körper und dem Immunsystem bekannt wurden. Anders im Westen, wo man technologisch und dämmtechnisch viel weiter war und die Fenster dichter waren und keine Pollen reinließen außer man lüftete einmal.

„Wer auf Hasel- und Erlenpollen allergisch reagiert, sollte nicht zögern und jetzt mit der Einnahme der verschriebenen Medikamente, meist Antihistaminika, starten», rät Roxane Guillod. Zusätzlich empfiehlt Guillod, im Alltag präventive Maßnahmen zu ergreifen, um die Symptome zu lindern. Dazu gehören das Tragen einer Sonnenbrille, um die Augen vor Pollen zu schützen, das nur kurze Lüften der Wohnräume sowie das abendliche Waschen der Haare, um Pollen zu entfernen, die sich tagsüber angesammelt haben.“

«Wer sich nicht sicher ist, ob die laufende Nase wegen Pollen oder einer Erkältung kommt, klärt das am besten mit seiner Ärztin oder seinem Arzt ab», empfiehlt Roxane Guillod, Co-Leiterin Fachdienstleistungen von Aha!-Allergiezentrum Schweiz. Auch empfiehlt sie Personen mit einer Pollenallergie, auf den Pollenflug zu achten und ihre Medikamente einzunehmen.

(rm)

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