Nachrichtenagentur Reuters verbreitet Falschmeldung („fake news“) zu Zöllen gegen Indien und China

Nachrichtenagentur Reuters verbreitet Falschmeldung („fake news“) zu Zöllen gegen Indien und China

Trump hatte nach Sofort-Einführung von 25% Strafzöllen zum 1. August gegen Indien verkündet, er habe gehört, daß das Land unter den Sanktionen einbricht und kein russisches Öl mehr kaufe. Dies sei eine gute Nachricht, so Trump.

Der US-Präsident bezog sich dabei offenbar auf eine Reuters-Meldung, welche sämtliche westlichen Medien wiedergaben.

Reuters schlagzeilte:

„Exklusiv: Indische Staatsraffinerien pausieren russische Ölkäufe sagen Quellen“

Reuters-Mitarbeiter Nidhi Verma schrieb, editiert von Philippa Fletcher: „New Delhi, 31. Juli 2025, 14:44 Uhr MEZ – Indische Staatsraffinerien haben in der vergangenen Woche den Kauf von russischem Öl ausgesetzt, da die Rabatte in diesem Monat schrumpften und US-Präsident Donald Trump vor Käufen aus Moskau warnte, berichteten Branchenquellen. Indien, der weltweit drittgrößte Ölimporteur, ist der größte Abnehmer von russischem Rohöl über See.

Die staatlichen Raffinerien – Indian Oil Corp (IOC), Hindustan Petroleum Corp (HPCL), Bharat Petroleum Corp (BPCL) und Mangalore Refinery Petrochemical Ltd (MRPL) – haben in den letzten etwa sieben Tagen kein russisches Rohöl angefragt, wie vier Quellen mit Kenntnis der Einkaufspläne der Raffinerien gegenüber Reuters mitteilten. IOC, BPCL, HPCL, MRPL und das Bundesministerium für Öl reagierten nicht sofort auf Anfragen von Reuters.

Die vier Raffinerien kaufen russisches Öl regelmäßig auf Lieferbasis und haben sich nun auf Spotmärkte für Ersatzlieferungen gewandt, hauptsächlich mittelöstliche Sorten wie Abu Dhabis Murban-Rohöl und westafrikanisches Öl, sagten die Quellen.“

Doch das war gelogen, eine reine Falschmeldung bzw. wie diese heute heißen, „fake news“.

Indiens Regierung meldet sich zu Wort und widerspricht den Berichten von Reuters, westlichen Medien – und Trump

Indiens Regierung trat nun auf dem Plan und widersprach Reuters, den Darstellungen in westlichen Medien und Trump. Und nicht nur das: Sie hat angekündigt, jetzt sogar mehr russisches Öl zu kaufen.

Auch China hat Trump wegen den angedrohten 100% Sekundärzöllen scharf kritisiert und Vergeltung bzw. Gegenmaßnahmen angekündigt.

Somit ging Trumps Ultimatum komplett nach hinten los, anders als Reuters schlagzeilte und die westlichen Medien berichteten.

Reuters mußte kurz danach zurückkrebsen und eine neue Meldung bringen, nämlich die, die von der indischen Regierung kam und die als offizielle staatliche Meldung wohl kaum umgeschrieben werden konnte.

Reuters-Qualität: Kein Hinweis unter Falschmeldung

Notabene: Diese Korrekturmeldung ist bis heute nicht unter der Falschmeldung verlinkt. Nicht einmal das… Soviel zu den Qualitäts-Standards westlicher Nachrichtenagenturen.

Es stellt sich die Frage, wie seriös staatliche oder semistaatliche (staatsnahe) westliche Zeitungen und deren Nachrichtenagenturen sind.

Wenn man schon keinen Hinweis erstellt, hätte man wenigstens die Richtigstellung bzw. den nachfolgenden Bericht, der den vorausgegangenen als Falschmeldung entlarvt, verlinken können. Aber auch das nicht.

Stattdessen steht dort unten „Unsere Standards: Die Thomson Reuters Vertrauens-Grundsätze“ (Our Standards: The Thomson Reuters Trust Principles) sowie ein Hinweis, daß die Journalistin einen Journalistenpreis gewonnen hat. Super.

Quellen:

Falschmeldung („fake news“) von Reuters.

www.reuters.com/business/energy/indian-state-refiners-pause-russian-oil-purchases-sources-say-2025-07-31/

Sicherungen gegen Löschungen:

archive.is/xywRX

web.archive.org/web/20250000000000*/https://www.reuters.com/business/energy/indian-state-refiners-pause-russian-oil-purchases-sources-say-2025-07-31/

Korrektur-Meldung von Reuters.

www.reuters.com/business/energy/india-maintain-russian-oil-imports-despite-trump-threats-government-sources-say-2025-08-02/

Sicherungen:

https://archive.is/sPtLy

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(rm)

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