Massenquarantäne für Ungeimpfte in Österreich +++ Kroatischer Präsident: „Das ist Faschismus“
Der kroatische Präsident Zoran Milanović kommentierte die aktuelle Situation in Österreich und die “Sperre” für Ungeimpfte:
“Das ist schrecklich in Österreich. Das ist ein europäisches Problem. Wie sie sich mit Orbans Verrücktheiten rund um die Menschenrechte befaßt haben. Wo sind diese Brüsseler Bürokraten jetzt? Den Menschen verbieten auf die Straße zu gehen, das ist Faschismus”. (1)
„In Österreich verbietet man heute Menschen, die nicht geimpft sind, das Haus zu verlassen. Was ist das, Wissenschaft oder Methoden, die an die 30er Jahre erinnern?“, sagte er gemäß der Zeitung „Jutarnji list“ im Anschluß zu einer Audienz bei Papst Franziskus im Vatikan. „Ich habe in letzter Zeit ein Problem mit dieser Tobsucht ohne jegliche Argumente. Wissenschaft kann nicht gleichzeitig die Erfindung der Impfung, die das Werk einiger brillanter Geister war, und diese Dummheiten bei den Maßnahmen sein“, sagte Milanovic mit Blick auf die österreichischen Zwangs-Massenquarantäne für Ungeimpften (Denglisch „Lockdown für Ungeimpfte“).
Kroatischer Botschafter vorgeladen
Dies sorgte für Verstimmung bei der gegenwärtigen österreichischen Regierung: Das Außenministerium lud wegen der „höchst befremdlichen Aussagen des kroatischen Präsidenten“ den kroatischen Botschafter Daniel Gluncic am Mittwoch zu einem Gespräch ein. (2)
Österreichischer Botschafter vorgeladen
Der kroatische Präsident Zoran Milanovic hat wegen der Massenquarantäne für Ungeimpfte den österreichischen Botschafter in Zagreb vorgeladen, um ihm „unsere tiefe Sorgen über die Grundfreiheiten in Österreich auszudrücken“.
Den eingeführten bundesweiten Lockdown in Österreich und die angekündigte Impfpflicht bezeichnete Milanovic als eine „Katastrophe“, berichteten kroatische Medien. „Ich denke, die Schweden sind viel klüger als sie, als deren regierende Garnitur“, so Milanovic zur Situation in Österreich. Die Corona-Einschränkungen, auch die kroatischen, seien wissenschaftlich nicht begründet und würden „die Menschen terrorisieren“. (3)
Zur Vorladung des österreichischen Botschafters sagte Milanovic:
Zweierlei Maß in der EU
„Unsere Botschafter werden ständig wegen irgendwelchen Dummheiten vorgeladen, dann werden wir das mit ihren auch machen“.
Weiter äußerte er, es könne nämlich nicht sein, daß man den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban und Polen ständig als Fußabstreifer benütze, während es andererseits „Heilige Kühe“ gebe. „Wenn die Niederländer und sonst noch wer jede Woche Kommentare über Bosnien-Herzegowina abgeben, dann kann ich auch über Rotterdam sprechen“, sagte er in Anspielung auf die dortigen Ausschreitungen von Corona-Maßnahmengegnern. „Das Volk rebelliert, und das sind keine Zuwanderer, sondern blonde und schüchterne Niederländer“, so Milanovic, und sich erstaunt zeigte, „daß ich der einzige europäische Staatsmann bin, den das juckt“.
Entschuldigung für Faschismus-Vergleich
„Ich habe gesagt, daß mich das, was in Österreich stattfindet, an den Faschismus erinnert. Ich entschuldige mich dafür„, sagte Milanovis zu Journalisten, und fügte hinzu: „Der österreichische Bundespräsident ist mein Freund, ein hervorragender Mensch“, sagte Milanovic mit Blick auf Alexander Van der Bellen. Ein Land, das einen solchen liberalen und grünen Politiker wählt, könne nicht faschistisch sein. „Aber einige Politiker verhalten sich träge, sie denken langsam“, so der kroatische Präsident offenbar mit Blick auf die türkis-grüne Regierung.
(1) www.kosmo.at/kroatischer-praesident-ueber-oesterreich-lockdown-das-ist-faschismus/
(2) www.noen.at/in-ausland/coronavirus-aussenministerium-verstimmt-wegen-kroatiens-lockdown-kritik-oesterreich-cee-corona-impfung-diplomatie-epidemie-kroatien-viruserkrankung-301218313
(3) www.vol.at/milanovic-laedt-wiens-botschafter-wegen-lockdowns-vor/7203349
Bildqelle Beitragsfoto: http://www.sdp.hr/aktualno/zoran-milanovic-peti-predsjednik-republike-hrvatske/