Karte zur Pressefreiheit: Reporter ohne Grenzen macht sich lächerlich
Gemäß Angaben der NGO „Reporter ohne Grenzen“ soll die Pressefreiheit in der Ukraine von der Einstufung her genauso gut sein wie in Ungarn oder Polen und anderen Ländern gleicher Stufe.
Kein Wort davon, daß in der Ukraine sämtliche freien oppositionellen Medien verboten worden sind. Oder ständig Journalisten inhaftiert werden wie zum Beispiel – um nur einen zu nennen – Gonzalo Lira. Ein Journalist, der derzeit in den Medien ist weil er in der Ukraine verhaftet und anschließend spurlos verschwunden wurde. Er kommt auf der Webseite von „Reporter ohne Grenzen“ nicht einmal vor:

Was auch lächerlich ist, ist, daß Reporter ohne Grenzen Gebiete wie die Krim oder die nach der Volksabstimmung und Sezession nun zu Rußland zählenden neuen Republiken nicht unterscheidet sondern auf der Karte gleich behandelt in punkto Pressefreiheit wie auch zum Beispiel in Georgien die abgespaltenen Gebiete Südossetion und Abachasien oder auch Transnistrien welches nicht mehr zu Moldawien gehört.
Wahrscheinlich hätte Reporter ohne Grenzen, hätte es dazumal schon das Internet gegeben auch DDR und BRD als einen Staat auf der Karte der Pressefreiheit abgebildet. Oder vermutlich auch noch Preußen und die anderen ehemaligen Ostgebiete Deutschlands, obwohl gar nicht mehr zur westdeutschen BRD gehörig.
Wie lächerlich.
Es zeigt all dies: „Reporter ohne Grenzen“ ist keineswegs eine neutrale Organisation sondern offenbar eine NGO, welche der westlichen Regierungssicht verpflichtet ist.
Klickt man auf die Ukraine-Karte so kommt folgender Text (kursiv):
„Seit der russischen Invasion im Februar 2022 sind Medienschaffende in der Ukraine stark gefährdet.“ (als ob Rußland die Medienverbote und Mediengesetze erlassen hätte) Mehrere von ihnen sind bei der Berichterstattung getötet oder verletzt worden. Zur Krim und den von Russland kontrollierten Gebieten im Osten der Ukraine hatten unabhängige Journalist*innen seit 2014 kaum noch Zugang. (kein Wort davon, daß Rußland ausweislich der Dokumentationen unabhängiger Journalisten wie Thomas Röper, sehr wohl unabhängige Journalisten auch allen möglichen Ländern einlädt und sogar in die Kriegsgebiete mit Militärschutz fährt) Vor dem groß angelegten Angriff Russlands war die Medienlandschaft in der Ukraine vielfältig, allerdings gehörten vor allem die landesweiten Fernsehsender einflussreichen Politiker*innen oder Oligarchen und waren Mittel im Kampf um wirtschaftliche und politische Macht. Zahlreiche russische Medien und Internetseiten sind in der Ukraine verboten.“
Nein, liebe Reporter ohne Grenzen, es sind nicht nur russische Medien verboten sondern vor allen Dingen Oppositionsmedien. Die aktuelle Führung der Ukraine läßt sogar im Ausland Journalisten ermorgen wie zum Beispiel Darja Dugina. Bombenanschläge auf Sachar Prilepin oder Wladlen Tatarsky gar nicht zu erwähnen. Überflüssig, zu sagen, daß all diese Namen natürlich nicht auf „Reporter ohne Grenzen“ vorkommen:
