Häusliche Gewalt während Corona war erfunden

Häusliche Gewalt während Corona war erfunden

Auf einmal war es in allen Medien, je nach politischer Ausrichtung mehr oder weniger, aber überall präsent.
Die angeblich massiv steigende häusliche Gewalt wegen Corona.

Es ist wohl ein Lehrstück darüber, wie man an mehr Mittel, an öffentliche Steuergelder, herankommt und auch darüber wie man ein Thema künstlich puscht und hochschreibt bzw. hochredet.

Sogenannte Experten und vor allen Dingen aber auch Semi-Experten wie Journalisten (z. B. von der Publikation „Die Republik“ aber auch vielen anderen) befürchteten öffentlichkeitswirksam zu Beginn der Corona-Pandemie, daß sich das Problem der häuslichen Gewalt aufgrund der eingeschränkten Bewegungsfreiheit verschärfen würde.

Auf breiter Basis wurden medial derartige Bericht kolportiert und groß in Szene gesetzt.
Nun stellt sich all das als Propaganda heraus.

In der Mehrzahl der Kantone sind die gemeldeten Fälle häuslicher Gewalt während der Corona-Pandemie im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben.

Dies ergab die jüngste Lagebeurteilung durch die aufgrund der falschen Berichte neugeschaffene Sondereinheit („task force“ gegen häusliche Gewalt.

In einzelnen Kantonen stellen die Opferhilfestellen seit Mitte Mai eine Zunahme der Beratungen wegen häuslicher Gewalt fest. Die Information der Bevölkerung über Hilfsangebote bleibt weiterhin ein wichtiger Schwerpunkt von Bund und Kantonen.

Die Polizei hat seit Inkrafttreten der Corona-Maßnahmen Mitte März zwar zeitliche und räumliche Schwankungen der Anzahl Meldungen wegen häuslicher Gewalt festgestellt.

Ein schweizweiter Anstieg blieb jedoch aus.

Auch die Mehrzahl der Opferhilfestellen in den Kantonen verzeichneten keine Zunahme der Beratungen wegen häuslicher Gewalt. Seit den ersten Lockerungsschritten vom 11. Mai nimmt allerdings in Basel-Stadt, Basel-Land, Aargau und Solothurn die Zahl der Beratungen wegen häuslicher Gewalt zu. Ein definitiver Vergleich mit den Vorjahreszahlen wird aber erst mit der Kriminalstatistik und der Opferhilfestatistik möglich sein.

Kapazitäten in der Opferhilfe angepaßt
Um sich auf einen möglichen Anstieg der häuslichen Gewalt vorzubereiten, haben verschiedene Kantone bereits in den ersten Wochen der Massenquarantäne-Phase ihre Kapazitäten in der Opferhilfe angepasst und zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten in Schutzunterkünften bereitgestellt.

Für Opfer von häuslicher Gewalt war die Beratung und die Möglichkeit, in einer Schutzunterkunft Zuflucht zu finden, zu jedem Zeitpunkt der Pandemie gewährleistet. In einigen Frauenhäusern hat die Auslastung in den letzten Wochen zugenommen. Bei Bedarf können für die Betreuung und den Schutz von Frauen und Kindern Plätze in anderen Unterkünften vermittelt werden.

Plakataktion in 13 Sprachen
Die Gelder jedenfalls flossen:
Um gewaltbetroffene Personen über den Zugang zu Hilfsangeboten zu informieren, haben Bund und Kantone in den letzten Wochen und Monaten verschiedene Maßnahmen ergriffen. Dazu zählt die Plakataktion der Sondereinheit („task force“), welche von über 20 „Organisationen“ unterstützt wird.

Das Plakat liegt in 13 Sprachen vor und ermutigt Opfer von häuslicher Gewalt dazu, Hilfe zu holen – entweder bei den kantonalen Opferhilfestellen oder in Notfällen bei der Polizei.

Steuergelder für Kampagne in sozialen Medien
Eine Kampagne der Konferenz der Kantonalen Sozialdirektoren SODK macht derzeit auf das Angebot der Opferhilfe Schweiz aufmerksam. Sie richtet sich auch gezielt an jugendliche Opfer von häuslicher Gewalt. Zur Bewältigung der erhöhten Nachfrage während der Corona-Pandemie hat der Bund der Dargebotenen Hand 143, dem Kinder- und Jugendnotruf der Pro Juventute 147 und dem Beratungstelefon der Pro Mente Sana eine zusätzliche finanzielle Unterstützung zugesichert.

Falsche Befürchtungen kolportiert

Experten befürchteten zu Beginn der Pandemie, daß sich das Problem der häuslichen Gewalt aufgrund der eingeschränkten Bewegungsfreiheit verschärfen könnte.

Vor diesem Hintergrund wurde von Bund und Kantonen die Sondereinheit („task force“) gegen häusliche Gewalt geschaffen. Sie hat die Situation während der außerordentlichen Lage beobachtet. Das Monitoring der Sondereinheit erfolgte dabei über die kantonalen Opferhilfestellen und durch die Polizei. Der Kampf gegen häusliche Gewalt ist weiterhin eine Priorität von Bund und Kantonen.

Die Sondereinheit als Schnittstelle zwischen den Behörden bleibt über die dritte Lockerungsetappe hinweg nun trotzdem bestehen und wird weiterhin von Steuergeldern finanziert.

Die Sondereinheit setzt sich zusammen aus den zuständigen Bundesstellen (Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG, Bundesamt für Justiz BJ und Bundesamt für Sozialversicherungen BSV) sowie den zuständigen interkantonalen Konferenzen (Konferenz der Kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren SODK, Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren KKJPD und Schweizerische Konferenz gegen häusliche Gewalt SKHG).

admin

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