Junge Frauen, die sich die Gebärmutter entfernen lassen

Junge Frauen, die sich die Gebärmutter entfernen lassen

Guiseppe Garcia hat sich mit der eigenartigen Ausprägung unserer Zeit befaßt, daß junge Frauen zwischen 18 und 30 Jahren sich die Gebärmutter entfernen lassen, dies im Blick. (*1)

Er stellt dazu zwei wichtige Fakten dar, einen dritten Fakt und zwar den wohl wichtigsten in meinen Augen, hat er vergessen.

Doch zuerst zu den beiden Fakten, die Garcia treffenerweise anspricht.

Zuerst ist da ein Widerspruch: Die Kultur der Vorläufigkeit.

Er schreibt: „Vorläufige Karriereschritte, Lebensentwürfe, Lebenspartner. Fließende Identitäten, Geschlechter, sexuelle Ausrichtungen. Das Leben als Fluß des Wandels, angefüllt mit Optionen, die nie endgültig sein dürfen, die veränderbar bleiben müssen.“

Garcia meint: „Es geht um entfernte Hoffnungen.“

Ich glaube eher, daß es keine Kultur der Vorläufigkeit ist, sondern eine Kultur der Unverbindlichkeit. Man testet eine Beziehung aus, aber richtig binden will man sich nicht. Das hat weniger etwas mit Hoffnung zu tun oder mit einem „Fluß des Wandels“ als mit Unverbindlichkeit, mit „Sich-nicht-binden-wollen“, mit „Sich-nicht-festlegen-wollen“. Mit Bequemlichkeit auch. Und mit „Sich-alle-Türen-offen-halten“.

Wie dem auch sei, ob wie Garcia meint, eine Kultur der Vorläufigkeit oder wie ich eher finde eine „Kultur der Unverbindlichkeit“. Recht hat er zweifelsohne damit: „Die Entfernung der Gebärmutter paßt nicht in diese Kultur der Vorläufigkeit, sondern ist endgültig, unwiderruflich. Wie kann das für eine 18-jährige Frau eine wünschbare Sache sein?“

Dann spricht Garcia die Klima-Religion an, also die Tatsache, daß man heute verdrängt, daß es im Mittelalter viel wärmer war in Europa, in England sogar Wein angebaut wurde und heute unbedingt wahrhaben will, daß Klima vom Menschen gemacht ist. Welch eine Arroganz. (was nicht heißt, daß der Schutz der Natur, unserer Mitwelt, die wir zur Um-Welt degradiert haben, grundsätzlich falsch wäre. Aber falsch ist die keifende Arroganz mit der die KlimafetischistInnen auftreten)

Was Garcia übersieht ist der der wesentliche Grund, warum heutzutage junge Frauen sich die Gebärmutter entfernen lassen wollen. Egoismus.
Keine Kinder, keine Bindungen, keine Verantwortung, nur Selbstverwirklichung, alle Optionen offenhalten und bloß keinerlei Verpflichtungen, schon gar keine Kinder.

DAS ist in meinen Augen der Haupt-Punkt.

Schon Konrad Lorenz schrieb in „Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit“, daß er persönlich alle Kontakte mit Leuten abgebrochen habe, die egoistisch sind und führt dazu das Beispiel an von Leuten, welche in die Stadt ziehen oder in eine andere Wohnung und ihr langjähriges Haustier einfach im Tierheim abgeben.
Arthur Schopenauer schrieb, daß ein Mensch, der nicht gut zu Tieren sei, niemals ein guter Mensch sein könne. Wie steht es dann erst mit Menschen, die nichtmal Menschen lieben, also Kinder nicht mögen?

Bzw. mit Frauen, die in ihren Egoismus, ihrer Selbstverwirklichung so weit gehen, sich die Gebärmutter entfernen lassen. Wie lebensbejahend sind diese wohl?

Ob Beziehungen oder überhaupt der Umgang mit solchen Frauen Glück bringt?

Übrigens gilt dies natürlich umgekehrt auch für Männer, die prinzipiell keine Kinder haben wollen, sich lieber selbst-verwirklichen wollen und unabhängig davon, ob sie sich sterili

Remo Maßat

(*1) Allerdings kann der Artikel nicht verlinkt werden, weil über die Suchfunktion im Blick null Resultate kommen, gibt man Garcia als Suchwort ein.

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