Großlawine am Riffelberg / Zermatt: 2 Tote noch unidentifiziert, 1 Toter 15jähriger, 4. Person (20) schwer verletzt
Am 1. April 2024 ging abseits der Skipisten am Riffelberg eine Lawine nieder. Drei Skifahrer verloren ihr Leben, ein vierter wurde schwer verletzt.
Erst heute mittag ergeht seitens der Kantonspolizei Wallis zum Lawinenunglück außerhalb der Piste eine Polizeimeldung.
Kurz nach 14 Uhr löste sich abseits der Skipisten am Riffelberg eine Großlawine. Es wurde umgehend eine umfangreiche Suche im betroffenen Gebiet eingeleitet.
Vier Personen wurden aus den Schneemassen befreit. Drei von ihnen konnten nur noch tot geborgen werden. Der vierte Skifahrer wurde mit schweren Verletzungen ins Spital geflogen.
2 Todesopfer noch nicht identifziert
Bei den Verstorbenen handelt es sich um einen 15-jährigen Amerikaner sowie einen Mann und eine Frau, deren Identifizierung noch nicht abgeschlossen ist.
“Im Fall des weiblichen Opfers liegen uns bislang keine Hinweise auf die Identität vor”, so die Kantonspolizei Wallis.
Beim Verletzten handelt es sich um einen 20-jährigen Schweizer.
Suche offenbar nicht wieder aufgenommen
Bei der Suche waren vier Helikopter der Air Zermatt im Einsatz.
Die Suche wurde am Abend des 1. April 2024 eingestellt, so die Kantonspolizei VS weiter.
Anscheinend wurde sie entgegen ursprünglichen Meldungen heute nicht mehr fortgesetzt.
Untersuchung eingeleitet
Die Staatsanwaltschaft hat in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei eine Untersuchung eingeleitet.
Augenzeugen schilderten, daß mehrere Variantenskifahrer außerhalb der markierten Piste von der Lawine erfaßt wurden.
Die Air Zermatt reagierte auf den Notruf umgehend mit einem Großeinsatz. Vier Helikopter der Air Zermatt starteten umgehend, um Lawinensuchhundeführer, Rettungsmannschaften und entsprechende Ausrüstung zum Unglücksort zu fliegen.
8 Lawinensuchhundeführer, 13 Rettungsspezialisten, 15 Feuerwehrleute sowie Skilehrer und Pistenpatrouilleure im Einsatz
Insgesamt wurden 45 Retter aufgeboten, um den Lawinenkegel nach Vermißten abzusuchen; darunter 8 Lawinensuchhundeführer, 13 Rettungsspezialisten, 15 Feuerwehrleute sowie Skilehrer und Pistenpatrouilleure aus der Region.
Umfangreiche Suchaktion
Bei einer Lawinenverschüttung zählt jede Minute. Daher setzen die Rettungsteams sämtliche verfügbaren Suchmittel ein, um Verschüttete so schnell wie möglich zu lokalisieren.
Neben Lawinensuchhunden kamen auch technische Hilfsmittel zum Einsatz, darunter Lawinenverschütteten-Suchgeräte und Lawinensonden.
Zusätzlich nutzen die Rettungskräfte die RECCO-Technologie, um Verschüttete zu orten.
Während der Rettungsaktion gelang es den Rettern, vier Personen zu lokalisieren. Die Retter konnten eine Person lebend aus dem Schnee retten. Diese schwer verletzte Person wurde anschließend mit dem Rettungshelikopter der Air Zermatt ins Spital transportiert. Leider verloren beim Lawinenunglück drei weitere Personen ihr Leben.
Lawineninstitut warnte vor großer bis extrem großer Lawinengefahr
Das Lawineninstitut hat für den Ostermontag in weiten Teilen des nördlichen Oberwallis vor einer großen oder sogar extrem großen Lawinengefahr gewarnt.