Am 6. Juli 2023 verwüstete ein Großbrand eine Industriehalle in Vétroz. Mehr als 140 Feuerwehrleute waren im Einsatz, so die Kapo Wallis:
Ab 17:25 Uhr gingen bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei zahlreiche Anrufe über einen Brand in der Industriezone von Vétroz ein.
Die Feuerwehr leitete umgehend eine Brandbekämpfung ein, die bis zum nächsten Morgen andauerte. Die entstandenen Schäden sind beträchtlich.
Die Halle sowie die zahlreichen Unternehmen, die darin untergebracht waren, wurden zerstört.
Auch ein Lastwagen, der am Rand der Halle geparkt war, geriet in Brand.
Riesige Rauchwolke Richtung Oberwallis
Eine riesige Rauchwolke breitete sich in Richtung Oberwallis aus und es gingen zahlreiche Anrufe bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei ein. Die Kantonspolizei gab über ihre sozialen Netzwerke (Twitter und Facebook), über die App Alertswiss sowie über die Medien Sicherheitshinweise an die Bevölkerung weiter.
Mehr als hundert Walliser Feuerwehrleute kämpften unermüdlich gegen den Brand.
Es handelt sich um folgende Korps: Lizerne, Saxon, Sitten, Sierre région, Conthey, Chamoson, Deux rives, CIMO, Martigny, Flughafen Sitten, CSI Haut-Lac, Monthey und Anniviers.
Zudem waren das kantonale Amt für Feuerwesen sowie die Dienststelle für zivile Sicherheit und Militär vor Ort. Der Lösch- und Rettungszug der SBB wurde eingesetzt.
Lösch-Helikopter
Die Walliser Feuerwehr konnte zudem auf die Unterstützung von rund 40 Feuerwehrleuten aus dem Kanton Waadt zählen.
Am heutigen Morgen, 7. Juli 2023, wurden zudem zwei Helikopter für die Löscharbeiten eingesetzt.
Die KWRO144 setzte folgende Mittel ein: 2 Ambulanzen aus Sitten,
1 Sanitätsunterstützungsfahrzeug Chablais, 1 Sanitätskommandoposten,
5 Führungsoffiziere KWRO, 3 Kader des Détachement du poste médical avancé (DPMA) mit 10 Rettungssanitätern DPMA und Arzt.
Für sie galt es, die Versorgung möglicher Opfer sowie der eingesetzten Feuerwehrleute zu gewährleisten.
Alle Feuerwehrleute, die in der Nähe des Brandherdes mit Atemschutzgeräten eingreifen, werden regelmäßig von den KWRO-Teams einer Kontrolle unterzogen. Je nach ihrer Beurteilung werden sie wieder in Gruppen eingeteilt, nicht weiter eingesetzt oder ins Spital gebracht. Die Hauptrisiken sind die Einwirkung von Rauch (Vergiftungen) und Hitze (Hyperthermie). Diese beiden Risiken können für die Einsatzkräfte unter den Bedingungen eines Feuers solchen Ausmasses tödlich sein. Es gab keine Verletzten zu beklagen.
Um die Brandursachen zu ermitteln, hat die Staatsanwaltschaft in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei eine Untersuchung eingeleitet.
Eingesetzte Mittel: Kantonspolizei, KWRO144 mit den oben erwähnten Mitteln, Gemeindepolizei Coteaux du Soleil, oben erwähnte Feuerwehrkorps, Dienststelle für Umwelt, OIKEN, Zivilschutz, Gemeindeangestellte.

Bis auf Weiteres gilt ein Weide- und Ernteverbot von Obst, Gemüse, Futter und Ackerkulturen sowie Empfehlung zum Badeverzicht zwischen Vétroz und dem Damm der Lienne.
Am 6. Juli 2023 verwüstete ein Großbrand eine Industriehalle in Vétroz. Mehr als 140 Feuerwehrleute waren vor Ort im Einsatz und der Brand ist derzeit unter Kontrolle. Es gab keine Verletzten.
Das abgebrannte Gebäude war mit Solarpanels bedeckt, die potenziell giftige Stoffe enthalten und deren Verbrennungsrückstände durch den Rauch zumindest bis nach Brämis getrieben wurden.
Tödlich für Tiere
Diese Verbrennungsrückstände sind scharfkantig und tödlich für Tiere, die sie fressen würden.
Als Vorsichtsmaßnahme und nach dem derzeitigen Wissensstand hat der Kanton in der Rhoneebene zwischen Vétroz und der Lienne, eine Verbotszone für das Weiden und das Ernten von Obst, Gemüse, Futter und Ackerkulturen eingerichtet.
Es wird außerdem empfohlen, in dem betroffenen Gebiet nicht zu baden. Darüber hinaus führt die Dienststelle für Umwelt derzeit Analysen des abgelagerten Staubs durch.
Die Reinigung der Verbrennungsrückstände auf den betroffenen Parzellen im entsprechenden Perimeter, welcher je nach Entwicklung der Situation angepasst werden kann, wird vom Zivilschutz anhand der zur Verfügung stehenden Ressourcen so schnell wie möglich in Angriff genommen.(rm)