Gendersprache: Sinn oder Unsinn

Gendersprache: Sinn oder Unsinn

Die Befürworter von Gendersprache machen geltend, diese sei nicht krampfhafte Umerziehung, kein böser Zwang, keine Gängelei, sondern ganz im Gegenteil gehe es um Inklusion und Gleichstellung.

Das genaue Gegenteil ist jedoch der Fall.

Sowohl bei Gleichstellung aber auch bei Inlusion (welche ein dummes Wort für Einbezug, Einschluß oder wie man es verständlicher nennen könnte ohne Leute zu „ex-kludieren“). Fangen wir also mit der sogenannten „Inklusion“ an.

Gendersprache steht der Lesbarkeit von Texten entgegen und dem leichten Verstehen des Gelesenen.

Das weiß nicht nur jeder, der mit Genderprach-Texten konfrontiert ist und solcherlei Texte lesen muß.

Sondern das weiß auch das „Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EBGB)“.

Dieses „setzt sich als Fachstelle des Bundes für die volle, selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben ein“, lesen wir auf der Webseite des Büros.

Beim Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen EBGB“ ist sogar ein eigenes „Kompetenzzentrum Leichte Sprache (KLS)“eingerichtet worden.

Es veröffentlicht zugunsten der Barrierefreiheit Informationen in leichter Sprache.

So wie viele andere Behörden und Ämter der Schweiz, die ebenfalls erkannt haben, daß komplizierte Sprache eben halt kompliziert ist und einfache Sprache einfach (und verständlich) ist:

Einfache Sprache versus Gendersprache

Erstaunlicherweise liest man beim Kompetenz-Zentrum für leichte Sprache, man solle Kompliziertes vermeiden, aber um die kompliziert zu lesende Gendersprache wird ein Bogen gemacht, sie wird in den Empfehlungen des Kompetenz-Zentrums nicht einmal erwähnt:

Regel

Nicht leicht verständlich

Leicht verständlich

Vermeiden Sie lange Wörter Umweltschutzgesetz Das Gesetz für die Umwelt.
Vermeiden Sie Passivkonstruktionen Es wird ein Protokoll geschrieben. Der Mann schreibt ein Protokoll.
Vermeiden Sie Negationen Für Nichtschwimmer nicht geeignet. Nur für gute Schwimmer.
Benutzen Sie keine Fremdwörter Das war eine fatale Entscheidung. Das war eine schlechte Entscheidung.
Benutzen Sie keine Metaphern. Ein Tropfen auf dem heissen Stein. Das nützt nichts.

Uwe Froschauer schreibt zu Gendersprache: „Die Befürworter dieses sprachlichen Debakels führen ins Feld, das nicht etwa Gedankenkontrolle oder gar Unterdrückung, sondern sicht- und hörbar gemachte Inklusion und Gleichstellung mit diesem neuen Sprachgebrauch beabsichtigt wäre.“

Er weist darauf hin, daß Gendersprech durchaus etwas vom orwellschen Neusprech hat. Daß es den Befürwortern solcherlei Sprache um Umerziehung und Bevormundung geht.

Dagegen führt er aus, daß er sich nicht au Studierenden, Journalistenden oder ähnlichen Sprachvergewaltigungen weniger stört und dies sogar für „begrüßenswert“ hält, was natürlich nicht für sein Sprachverständnis spricht und auch nicht für sein logisches Denken. Froschauer: „Wenn die Sprache durch „Gendergerechtigkeit“ nicht komplexer wird, ist meines Erachtens nichts dagegen einzuwenden. Wenn beispielsweise anstatt „Alle Studenten müssen ihre Projektarbeit abgeben“ gesagt oder geschrieben wird „Alle Studierenden müssen ihre Projektarbeit abgeben“, ist die Inkludierung von Männern und Frauen in einem, die Sprache nicht komplizierter machenden Begriff begrüßenswert.“

Doch ein Journalist oder eine Journalistin ist kein Journalistender oder eine Journalistende, eine Studentin oder ein Student ist keine Studierende oder Studierender. Das ist sprachlicher Schwachsinn. Und auch Schwachsinn in punkto Logik.

Richtig hingegen für er weiter aus:

„Jenseits jegliches Verständnisses sind für mich begriffliche Umdeutungen oder Neuschöpfungen wie „Gebärende“ statt „Mütter“, „Menschen mit Uterus“ statt „Frauen“, „Stillende“ statt „Mütter“, „Menstruierende“ statt „Frauen“, „Personen mit Eierstöcken“ und „Menschen mit Prostata“, „Schwangere Person“ statt „Schwangere Frau“, „Eltern mit Geburtserfahrung“ oder generell „Elternteil“ statt „Mutter/Vater“ in medizinischen Kontexten. Diese sprachlichen Vergewaltigungen, nur um trans und nicht-binäre Menschen – eine Minderheit in der Bevölkerung – sprachlich einzuschließen, die gebären können, aber sich nicht als Frauen identifizieren, ist ein No Go!“ Daß Denglisch auch ein Geht-gar-nicht ist, sei einmal dahingestellt.

Froschauer weist darauf hin, daß Gendersprache auch der Verständlichkeit, die heute so großgeschrieben wird (einfache Behördensprache), entgegensteht:

„Der parteilose, im Mai 2025 von Bundeskanzler Friedrich Merz in dieses Amt berufene Kulturstaatsminister, Wolfram Weimer, hat die Verwendung gendergerechter Sprache in seiner Behörde untersagt, und will, dass sämtliche staatlich finanzierte Einrichtungen wie Museen, Stiftungen und Rundfunkanstalten ebenfalls darauf verzichten.

„Es geht dabei um eine gemeinsame Verantwortung für die Verständlichkeit staatlich geförderter Kommunikation”,

sagte Weimer. Es scheint noch Menschen mit Hirn zu geben.“

Froschauer weiter: „Der Nachfolger der grünen Claudia Roth hat in seiner Behörde der Verwendung von Sonderzeichen wie Gendersternchen oder Unterstrichen die rote Karte gezeigt, was insbesondere die Grünen und diverse Medien gar nicht erfreute. Wörtlich sagte Weimer:

„In der offiziellen Kommunikation verzichten wir daher auf Sonderzeichen wie Sternchen, Doppelpunkte oder Unterstriche – zugunsten von sprachlicher Klarheit, rechtlicher Eindeutigkeit und allgemeiner Verständlichkeit.“

Damit spricht er einen weiteren Punkt an. Daß Genderkrampf-Sprache der Lesbarkeit, der Verständlichkeit und auch die vielgepriesene Barrierefreiheit entgegensteht.

Dazu liest man etwa auf der Webseite der deutschen Bundesrepublik unter dem Titel „Informationen in leichter Sprache“:

„Jeder Mensch kann Texte in Leichter Sprache besser verstehen.
Leichte Sprache ist besonders wichtig für Menschen mit Lern-Schwierigkeiten.
Leichte Sprache ist auch gut für alle anderen Menschen.
Zum Beispiel: Für Menschen, die nicht so gut lesen können.
Oder für Menschen, die nicht so gut Deutsch können.“

Corona-Diktatur versus schlimme Pandemie

Im vorliegenden Beitrag geht es zwar – unter anderem – darum, zu beleuchten, ob Gendersprache „Inklusion“ oder eher „Exklusion“ ist, aber bei der Suche nach einer Kontaktmöglichkeit zum Autorenbeitrag auf Apolut stößt man auf Facebook und wird mit der Frage konfrontiert: Corona = schlimme Pandemie oder Corona = Plandemie oder gar Corona-Diktatur.

Denn in seinem Beitrag spricht Froschauer von Corona-Diktatur“.

Dies steht im Kontrast dazu, wie er sich anfangs der sogenannten Pandemie äußerte. Es ging ihm wohl wie vielen anderen, die auch nicht glauben konnten, daß aus Gründen, die nicht gesundheitlicher Natur waren und die Historiker noch aufzuarbeiten haben werden, eine Pandemie ausgerufen wurde.

Wie in sozialen Medien noch nachzulesen ist, war Froschauer – zumindest anfangs – ein Gläubiger der Corona-Religion:

Quellen, Weiterführendes

apolut.net/schluss-mit-der-gendergerechten-sprache/

admin

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