Gemeinde Domleschg: Wasserknappheit in Scheid und Feldis

Gemeinde Domleschg: Wasserknappheit in Scheid und Feldis

In der Gemeinde Domleschg sind die beiden obersten Bergfraktionen, die Dörfer Scheid und Feldis von Wassermangel betroffen.
Seit Mitte Juni bereits geht die Quellschüttung in Feldis und Scheid zurück. Ende August wurde die jemals gemessene Minimalmenge unterschritten. Deshalb gelten für die Fraktionen Scheid und Feldis ab folgende Einschränkungen und untersagt ist:

  • Das Befüllen und Nachfüllen von Schwimmbecken
  • Die Bewässerung von Grünflächen
  • Das Waschen von Fahrzeugen, Terrassen und ähnlichen Flächen

Diese Massnahmen gelten bis auf Widerruf.

Situation in Scheid: Die Scheidner Quellen lieferten bis jetzt genug Wasser und waren fast die konstantesten in dem ganzen Gemeindegebiet. Im September nahm die Quellschüttung über 20% von Anfang September 140 m3/d auf noch 109 m3/d ab. Wenn die Quellschüttungen weiterhin gleich schnell sinken, kann der Bedarf des Dorfes an Wasser ab ca. Mitte Dezember nicht mehr gewährleistet werden.

Situation in Feldis: Die Quellen von Feldis liefern seit Mitte Juni fast konstant 1 Liter Wasser pro Minute pro Tag weniger. Seit anfangs September ging die Quellschüttung von 114m3/d jetzt auf 80m3/d zurück. Falls diese weiterhin gleichschnell sinkt, können wir den Bedarf von Feldis anfangs November nicht mehr decken.

Die Gemeinde ist auf Ihre Mithilfe angewiesen. Bitte beachten Sie folgende Punkte:

  • Wasser beim Zähneputzen, Rasieren und Einseifen abstellen
  • Duschen statt baden, möglichst kurz
  • Wasserspar-Einsätze oder Strahlregler verwenden
  • Spartaste bei der WC-Spülung nutzen
  • Tropfende Wasserhähne und undichte Spülkästen reparieren
  • Wasch- und Geschirrspüler nur vollgefüllt laufen lassen
  • Sparprogramme nutzen, Vorwäsche vermeiden
  • Früchte und Gemüse im Becken waschen …
  • … dieses Wasser zum Blumengießen oder WC-Spülung verwenden
  • Einjähriger Sommerflor (Blumenkisten und Töpfe) nicht mit Trinkwasser gießen
  • Zudem möchten wir die Bevölkerung darauf hinweisen gemäß der Empfehlung des Bundesamtes für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) einen Trinkwasservorrat für drei Tage zuhause zu haben. Dies gibt allen Beteiligten bei einem Havariefall oder bei einem abrupten Ausfall der Quellen wichtige Überbrückungszeit.

„Wir bedanken uns bei der Bevölkerung und den Feriengästen fürs Verständnis und zur Mithilfe, Wasser zu sparen.“

Einen Tipp, Regentonnen aufzustellen und bei Regentagen, das Wasser aufzufangen, enthielt die Liste nicht, aber sicher kann auch das sinnvoll sein, zum Beispiel Wasser vom Dach, das in die Regenrinnen fließt in Regentonnen aufzufangen.

Weiterführendes

(pd, rm)

admin

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