Geburtenstarke Jahrgänge der Nachkriegszeit beginnen zu sterben
Erst zum Ende des Jahres 2019 brachte das Bundesamt für Statistik die Zahlen für 2017 heraus.
Gegenüber 2016 erhöhte sich die Zahl der Todesfälle im Jahr 2017 um rund 2000 (+3%).
Die Zahl der Todesfälle nimmt im gegenwärtigen Jahrzehnt jedes Jahr um etwa 500 bis 800 zu.
Geburtenstarke Nachkriegsjahrgänge erreichen ihre Lebenserwartung
Die Zahl der Sterbefälle steigt, weil die ersten geburtenstarken Jahrgänge der Nachkriegszeit ihre durchschnittliche Lebenserwartung erreicht haben.
Starke Grippewelle zu Beginn des Jahres 2017 traf ältere Leute
Es ist klar, daß Personen, die aufgrund ihres hohen Alters nicht mehr die Stärke des Körpers und der körpereigenen Abwehr haben wie jüngere Menschen, eher von Grippen und Erkältungen getroffen werden und eher daran sterben.
Es kam anfangs 2017 eine ausgeprägte Grippewelle, die in den ersten sechs Wochen des Jahres in der über 65-jährigen Bevölkerung fast 1500 Todesfälle zusätzlich zu der normalerweise in dieser Jahreszeit erwarteten Zahl bewirkte.
Wer die Grippe überstanden hatte, war offenbar abgehärtet:
Da in den folgenden 40 Wochen des Jahres aber weniger Personen in dieser Altersgruppe starben als üblich, kann die gesamthafte Zunahme der Todesfälle im Jahr 2017 nicht allein dieser Grippewelle angelastet werden.