Kriegsvorbereitungen? „Für militärischen Schienenverkehr von Vorteil“ – Finnland evaluiert, die Spurbreite der Schienen auf EU-/ Nato-Format anzupassen
Die EU-Kommission wollte bereits im Jahr 2022 Finnland anregen, im ganzen weitläufigen Land neue Gleise zu verlegen mit einer Spurweite von 1.435 Millimetern.
Dies ist rund 9 Zentimeter schmaler als die aktuelle Spurbreite der Schienen
Finnland überlegt, die Spurbreite seiner Geleise von der „russischen“ auf die „europäische“ Standardspurweite umzustellen, die nebenbei natürlich auch Nato-Format ist. Dies berichtet das Pendant zum SRF, der staatliche finnische Fernsehsender Yle. Lulu Ranne, Ministerin für Verkehr und Kommunikation äußert gegenüber dem Sender: „Wir bereiten eine Evaluation vor, wie schnell, mit welchen Technologien und mit welchem Kostenrahmen eine schrittweise Umstellung auf die europäische Spur möglich wäre.“
„Für militärischen Schienenverkehr von Vorteil“
Der Sender berichtet, daß die Nato „die Entwicklung von Infrastrukturprojekten im Norden fördert“. Weiter:
„Finnland hält es für wichtig, aus Sicherheitsgründen eine zusätzliche Eisenbahnverbindung nach Schweden zu haben. Es wird erwogen, die Eisenbahnlinie, die derzeit in der finnischen Gemeinde Kolari endet, bis zur nordschwedischen Stadt Kiruna zu verlängern und so eine Verbindung zum norwegischen Hafen Narvik herzustellen. Die Strecke könnte für den zivilen und militärischen Eisenbahnverkehr genutzt werden.“
„Die Nutzung der europäischen Spurweite könnte für den zivilen und militärischen Schienenverkehr von Vorteil sein und die Truppenbewegungen und den Gütertransport zwischen den Ländern beschleunigen.“
Über hundert Jahre – von 1809 bis 1917 – war Finnland ein Teil des Russischen Zaren-Reiches. Das zaristische Erbe, der „russischen“ Spurbreiten der Bahnen, die noch von Ingenieuren des Zaren stammen soll nun weg. So wie vieles Russische im Land seit der neuen Regierung, welche die neutrale Haltung des Landes aufgab und den Nato-Anschluß beschloß.
Mehr zu Finnland:
Nato-Aufrüstung im Norden Europas: Finnland stellt US-Truppen seine Militärplätze zur Verfügung