EU-Sanktionen gegen Schweizer Oberst a. D. Jacques Baud
Jacques Baud warnt unermüdlich vor einem Fortsetzen des Stellvertreter-Krieges der EU gegen Rußland in der Ukraine. Nun bekam er die Quittung für seine Warnungen, die der EU nicht gefallen.
Die EU hat den ehemaligen Schweizer Nachrichtenoffizier und Oberst a. D. Jacques Baud auf ihre Sanktionsliste gesetzt. Baud fungiere als „Sprachrohr prorussischer Propaganda“, so behauptet die EU.
Die Zwangs-Maßnahmen gegen den Autor zahlreicher Bücher umfassen ein Einreiseverbot für EU-Staaten und darüberhinaus kommt es zu einem bekannten Schema. Dem Beschlagnahmen bzw. dem „Einfrieren“ sämtlicher Vermögenswerte, auf die die EU Zugriff erlangt.
Gegen Baud gelten in der EU eine Vermögenssperre sowie ein Ein- und Durchreiseverbot.
Schweiz macht bei Meinungszensur nicht mit
Die Schweiz übernahm diese Meinungs-Zensur-Sanktionen nicht, Sie hat sich nicht dem EU-Sanktionsregime gegen sogenannte „russische hybride Bedrohungen“ angeschlossen.
Wörtlich heißt es seitens der EU (kursiv):
Die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik (im Folgenden „Hohe Vertreterin“) hat am 18. Juli 2025 eine Erklärung im Namen der Union veröffentlicht, in der sie die anhaltenden böswilligen Aktivitäten Rußlands als Teil umfassender, koordinierter und langjähriger hybrider Kampagnen, die darauf abzielen, die Sicherheit, Resilienz und demokratischen Grundlagen der Union, ihrer Mitgliedstaaten und ihrer Partner zu bedrohen und zu untergraben, auf das Schärfste verurteilte. Die Hohe Vertreterin hat betont, dass die böswilligen Aktivitäten Russlands seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine weiter zugenommen haben und höchstwahrscheinlich in absehbarer Zukunft anhalten werden.
(3)
Die Union verurteilt weiterhin unbeirrbar die böswilligen Aktivitäten Russlands gegen die Union, ihre Mitgliedstaaten, internationale Organisationen und Drittländer.
(4)
Angesichts der sehr ernsten Lage ist der Rat der Ansicht, dass 12 natürliche Personen und zwei Organisationen in die Liste der natürlichen und juristischen Personen, Organisationen und Einrichtungen in Anhang I der Verordnung (EU) 2024/2642 aufgenommen werden sollten.
Die konkreten Vorwürfe gegen Jaques Baud lauten, er habe eine falsche Meinung. Die EU bzw. ihre „Hohe Vertreterin“ Kaya Kallas:
„Jacques Baud, ehemaliger Oberst der Schweizer Armee und strategischer Analyst, ist regelmäßig Gast in prorussischen Fernseh- und Radioprogrammen. Er fungiert als Sprachrohr für prorussische Propaganda und verbreitet Verschwörungstheorien, indem er beispielsweise die Ukraine bezichtigt, ihre eigene Invasion herbeigeführt zu haben, um der NATO beizutreten.
Daher ist Jacques Baud für Handlungen oder politische Maßnahmen, die der Regierung der Russischen Föderation zuzurechnen sind und die die Stabilität oder die Sicherheit in einem Drittland (Ukraine) untergraben oder bedrohen, durch die Beteiligung am Einsatz von Informationsmanipulation und Einflußnahme verantwortlich, setzt diese um oder unterstützt sie.“
Kurios
Es erscheint kurios, wie die EU versucht, falsche Meinungen zu zensieren und sie sanktioniert.
Werden demnächst auch die Staatspräsidenten der Slowakei, der Tschechai und Ungarns auf der EU-Sanktionsliste wegen „falscher“ Meinungen erscheinden?
Weiterführendes, Quellen
OJ_L_202502568_DE_TXT EU-Sanktionen Jacques Baud
Beginn des Ukraine-Kriegs: Bidens hellseherische Fähigkeiten
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202502568