Demografie und Generationenbeziehungen: Herausforderung Alterung
Es ist schön, daß wir immer älter werden, das ist wohl der erste Gedanke, dem jeder kommt wenn er liest, daß wir immer älter werden.
Anders als etwa in Ländern wie den USA wo die Lebenserwartung seit Jahren sinkt wird in der Schweiz auch weiterhin eine steigende Lebenserwartung angenommen.
Doch durch die höhere Lebenserwartung steigen auch die Medizin-Kosten und andere Kosten wie zum Beispiel die der Pflege.
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 16. Juni 2023 den Bericht «Demografische Entwicklung und Generationenbeziehungen» verabschiedet.
Der Bericht gibt einen Überblick über die Arbeiten des Bundes im Hinblick auf den demografischen Wandel und dessen Auswirkungen auf die betroffenen Politikbereiche und die Beziehungen zwischen den Generationen.
Der Bericht verdeutlicht den daraus folgenden finanzpolitischen Handlungsbedarf.
Das Parlament hat im Zuge der parlamentarischen Beratung der Legislaturplanung 2019-2023 den Bundesrat mit der Erstellung eines Berichts über die langfristigen Folgen der demografischen Entwicklung auf die Generationenbeziehungen und die von der Demografie betroffenen Politikbereiche beauftragt.
Finanzielle Zusatzlasten durch die Alterung
Die Alterung der Bevölkerung wird in den nächsten dreissig Jahren zu spürbaren finanziellen Zusatzlasten der öffentlichen Haushalte führen und Reformen in verschiedenen Politikbereichen unumgänglich machen.
Dies betrifft insbesondere direkt vom demografischen Wandel betroffene Politikbereiche wie die Alterssicherung (namentlich die AHV), das Gesundheitswesen und die Langzeitpflege.
Aufgrund der in Rente gehenden Baby-Boomer sind die finanziellen Auswirkungen der Alterung bis 2035 besonders stark spürbar.
Die zunehmende Alterung der Bevölkerung wird zudem das Verhältnis der finanziellen Belastung von Erwerbsbevölkerung und Leistungsbezügern verändern. Dadurch werden die Beziehungen zwischen den Generationen auf die Probe gestellt.
Umfassende Dokumentation des demografischen Wandels
Der Bund stellt die absehbaren Auswirkungen des demografischen Wandels in einer Reihe von Studien dar.
Zu nennen sind z.B. die vom Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) regelmäßig publizierten Langfristperspektiven der öffentlichen Finanzen für die Schweiz.
Diese und weitere Publikationen, zu welchen im vorliegenden Bericht ein Überblick erstellt wurde, stellen dem Bundesrat und Parlament eine fundierte Basis für wirtschaftspolitische Entscheidungen zur Verfügung.
Weiterführendes
Bericht: «Demografische Entwicklung und Generationenbeziehungen» (PDF, 695 kB)
(pd)