Das „New normal“-Deutschland: Wer den neuen Totalitarimus kritisiert wird schnell zum Nazi gestempelt
Wer in Deutschland den bedrückend immer stärker um sich greifenden Totalitarismus kritisiert wird schnell zum Nazi gestempelt bzw. in eine Ecke gedrängt in der er nicht steht, sondern ganz im Gegenteil.
Dies erlebte jüngst der Bestseller-Autor C. J. Hopkins. Die Staatsanwaltschaft in Deutschland wurde wegen seines Buchumschlags aktiv.
In dem Buch „The Rise of the New Normal Reich“ beschreibt C.J. Hopkins die Entwicklungen der sogenannten Pandemiejahre mit etwas schwarzem, aber dennoch lustigem Humor . Hopkins ist ein ehemaliger Theatermacher, der mit seinen satirischen politischen Kommentaren größere Bekanntheit erlangte.
Er äußerte sich gegenüber dem Off-Guardian:
„Mit dem Cover meines Bestsellers „Der Aufstieg des New Normal Reiches” habe ich das getan, und deshalb hat die Staatsanwaltschaft Berlin ein Ermittlungsverfahren gegen mich eingeleitet. Vorwurf: „Verbreitung von Propaganda, deren Inhalt geeignet ist, die Ziele einer ehemaligen nationalsozialistischen Organisation zu fördern“, was mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden kann.
Genau genommen lautet die erste Regel des New Normal Deutschlands: „Klappe halten, Hacken zusammenschlagen und Befehle befolgen!“ Und ich denke, die Regel, das New Normal Deutschland nicht mit Nazideutschland zu vergleichen, ist vermutlich die zweite.“
Die weitere Übersetzung gibt es auf dem Portal Free21:
Gegenüber einer holländischen Publikation ging Hopkins auf die totalitarischte Entwicklung und ihre Gründe aus seiner Sicht ein:
„Ich führe diese Entwicklung auf den Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1989 zurück, also auf die frühen 1990er Jahre. Die Sowjetunion war der letzte wirkliche ideologische Gegner des Kapitalismus, und als sie verschwand, blieb nur noch ein ideologisches System übrig: der globale Kapitalismus. Ich nenne es ‚GloboCap‘. Das Ausmaß der Folgen ist uns noch nicht bewußt. Es ist das erste mal in der Geschichte, daß ein einziges ideologisches System den gesamten Planeten beherrscht und über die Mittel und die Macht verfügt, dies zu tun. Betrachtet man die Geschichte aus dieser Perspektive, so stellt man fest, daß dieses globale hegemoniale System eine klare Strategie verfolgt und durchhält. Das ist die Strategie einer Besatzungsarmee, wenn sie ein neues Gebiet einnimmt – alles, was für eine vollständige Besetzung erforderlich war, war das Aufspüren und Auslöschen von Widerstandsnestern.
So sehe ich die letzten 30 Jahre der Geschichte – der globale Kapitalismus als eine Art Besatzungsmacht, die den ganzen Planeten überzieht. Und was machen sie ab den 1990er-Jahren? Sie destabilisieren, privatisieren und restrukturieren die ehemaligen Staaten der Sowjetunion und Osteuropas.
Dann begann der „Krieg gegen den Terror“, der von 2001 bis 2016 dauerte. Globocap begann dann zu erkennen, daß ein großer populistischer Aufstand im Entstehen begriffen war, nicht im Nahen Osten, sondern im Herzen des Imperiums, in Westeuropa und den USA. Die Briten traten aus der EU aus, Trump wurde zum Präsidenten gewählt, und eine Welle populistischer Bewegungen kam auf. Zu diesem Zeitpunkt wurde innerhalb einer Woche aus dem „Krieg gegen den Terror“ der „Krieg gegen den Populismus“.
…/…
Ich glaube, sie hatten Angst vor dem Aufstand der Bevölkerung. Immer mehr Menschen auf der ganzen Welt begannen, gegen dieses kapitalistische System zu rebellieren: „Hey, ich will nicht in einer Welt ohne echte Werte leben, in der alles und jeder wie eine austauschbare Ware behandelt wird“. Menschen, die an traditionellen Werten, an religiösen Werten festhielten, rebellierten. Die Rebellion nahm solche Formen an, daß es notwendig wurde, das System stärker zu kontrollieren. Aber das System konnte nicht, wie im letzten Jahrhundert, mit Hakenkreuzfahnen aufmarschieren. Es braucht eine Simulation von Demokratie, mit einer oberflächlichen Schicht von Freiheit.
Quelle:
(rm)