Das Aargau macht es besser: Keine Ladenöffnungszeiten
Neulich im Aargau: Einkaufen im Dorf bis 21 Uhr möglich in zahlreichen Volgs in kleinen Orten sogar im ländlichen Raum.
Vor der Rückfahrt nach Graubünden konnte der hier Schreibende also noch Proviant einkaufen ohne die völlig überrissenen Preise am Bahnhof im Nachbarkanton des Aargau, in Zürich beim Umsteigen, bezahlen zu müssen.
Doch wieso sind zahlreiche – sogar kleine Dorfläden – im Aargau solange offen?
Im Kanton Aargau gibt es (anders als in vielen anderen Kantonen) keine festen gesetzlichen Ladenöffnungszeiten. Das bedeutet: Ein Laden kann grundsätzlich selber entscheiden, wie lange er offen hat (Mo–Sa), solange andere Regeln wie Lärmschutz etc. eingehalten werden.
Detailhändler richten sich stark nach dem Einkaufsverhalten. Wenn viele Leute nach Feierabend (18–21 Uhr) noch einkaufen wollen, lohnt es sich, länger offen zu haben.
Besonders hervor sticht Volg bei den Öffnungszeiten, wie schon vor Jahren Sabine Kuster in der Aargauer Zeitung feststellte. (1)
Volg ist oft in kleineren Orten oder an Durchgangslagen. Die Strategie ist:
– früh öffnen (ab ~6 Uhr)
– lange offen bleiben (bis 20/21 Uhr)
→ damit man praktisch jederzeit schnell etwas holen kann
Konkurrenz (Tankstellenläden etc.)
Gerade wegen Läden die abends lange offen sind, haben Läden wie Volg ihre Zeiten ausgedehnt, um Kunden nicht zu verlieren.
Konkurrenz belebt das Geschäft
Um nicht allzu viele Kunden zu verlieren, gibt es bei Coop und Migros nach und nach mehr Filialen im Kanton, die täglich wenigstens bis 20 Uhr geöffnet haben, schrieb schon 2009, 4 Jahre nach der Abschaffung der Ladenöffnungszeiten im Kanton Aargau Sabine Kuster im bereits oben zitierten Artikel (1).
Quellen, Weiterführendes
(1)
www.aargauerzeitung.ch/schweiz/der-kunde-ist-konig-bei-offnungszeiten-ld.1994293?
https://archive.ph/wip/6rTjy
www.volg.ch/auf-einen-blick/rund-um-volg/volg-geht-mit-der-zeit/
https://archive.ph/K7GKB
(rm)