Chelsea Manning: Statt Aussage gegen Julian Assange Selbstmordversuch in Beugehaft

Chelsea Manning: Statt Aussage gegen Julian Assange Selbstmordversuch in Beugehaft

Manning sitzt nach einem Geheimverfahren seit Mai 2019 wegen angeblicher Mißachtung des Gerichts in einem Gefängnis im US-Bundesstaat Virginia in Beugehaft.

Sie hatte sich geweigert, über den Gründer der Enthüllungs-Plattform Wikileaks, Julian Assange (48), auszusagen.

Die ehemalige Informantin der Enthüllungsplattform WikiLeaks hat nach fast einjähriger Beugehaft in den USA einen Suizidversuch begangen bevor sie aktuell zu einer Aussage gezwungen werden sollte.

Trotz des Selbstmordversuchs ist offenbar vorgesehen, daß der Enthüller von Mißständen im US-Militär am Freitag vor einem Bundesgericht erscheint, wo sie im Zuge einer Anhörung aussagen soll.

WikiLeaks-Experte Kevin Gosztola kritisierte die mangelnde Solidarität von Journalisten und Medien. „Wie viele Journalisten, die in den Jahren 2010 bis 2011 eng über WikiLeaks berichteten, fühlen sich überhaupt noch verpflichtet, jetzt darüber zu berichten?“, schrieb er auf Twitter. Sie mißachteten Assange und machten sich dabei mitschuldig an der unmenschlichen Behandlung von Manning.

Sieben Jahre saß Manning bereits in US-Militärhaft. Sie war 2010 in Untersuchungshaft genommen worden. 2013 wurde sie bei einem Militärgerichtsverfahren zu 35 Jahren Haft verurteilt.

 

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