Bushido und seine Rüstungsaktion
Bushido prahlte mit seinen Rüstungsaktien-Gewinnen, die er aufgrund der aktuellen Kriege eingefahren hatte, woraufhin sich viele Hörer und Freunde von ihm distanzierten, so Nicolas Riedl auf Manova.
Vor zehn Jahren trat Bushido noch für ein freies Palästina ein. Heute rühmt er sich seiner Profite aus Rüstungsaktien. Der Rapper hatte schon immer ein flexibel umstellbares Wertegerüst. Zudem sammelt er im Verlauf seiner Karriere Skandale wie seine Goldplatten; Körperverletzung, sexuelle Belästigung, Steuerhinterziehung, versuchter Versicherungsbetrug, Abzocke und Abmahnung seiner Fans oder auch aggressive Werbung für die potenziell tödlichen mRNA-Injektionen. Bei alledem kommt ihm die Fähigkeit zugute, ohne Schamesröte im Gesicht lügen zu können. Der ungenierten Lüge wurde er schon mehrfach überführt. Die nibelungentreuen Fans kümmert das wenig. Nun aber, mit dem neuen Bushido-Skandal, scheint er wohl bei vielen eine rote Linie überschritten zu haben.
Als er in einem Interview für „Der Aktionär TV“ ganz locker und freimütig darüber spricht, ohne moralische Skrupel die aktuelle geopolitische Lage dazu zu nutzen, um aus Rüstungsaktien Gewinne herauszuschlagen, da wenden sich Freunde wie Hörer in Scharen von ihm ab. Schon kursiert #boycottBushido in sozialen Medien.
Das mehr als unglaubwürdige Zurückrudern Bushidos wenige Tage später vermag den Reputationsschaden nicht einzugrenzen.
Im Gegenteil stellt die von ihm in Aussicht gestellte Wiedergutmachung in Form einer Spende an die UNICEF sogar eine Verschlimmbesserung dar.
So oder so können dabei die Reaktionen auf diesen Fall durchaus hoffnungsvoll stimmen, weil sich daran eines ganz deutlich ablesen läßt: Von Krieg und Zerstörung zu profitieren, ist hierzulande bei der breiten Masse wohl immer noch geächtet. Es mag vielleicht keine sichtbare Friedensbewegung auf der Straße geben, sehr wohl aber eine immer noch vorhandene verbreitete Abneigung gegenüber Kriegsprofiteuren. Das steht der von der deutschen Politkaste angestrebten Kriegstüchtigkeit entgegen.
Vollumfänglich „kriegstüchtige“ Menschen würden das Handeln Bushidos achselzuckend hinnehmen, wenn nicht gar als klug und nachahmenswert empfinden. Dass dem nicht so ist, macht Hoffnung.