Friedensdemo in München: „Blick verunglimpft Friedenstrychler“
An der Friedensdemo in München anläßlich der sogenannten „Sicherheits“-Konferenz, die notabene immer mehr als Unsicherheits-Konferenz von Kriegstreibern angesehen wird, haben auch Schweizer teilgenommen.
Zur „Bericht“-Erstattung seitens des Ringier-Verlages äußert sich Roger Köppel, Herausgeber der Weltwoche.
„Auf eine unerträgliche, fürchterliche Art und Weise verunglimpft“ der Blick „die Teilnehmer der Friedensdemonstration aus Anlaß der Sicherheits- der Unsicherheits- der Kriegs-Konferenz von München. Auch einem Stell-Dich-ein der Gleichgesinnten und der Kriegsentschlossenen unter dem neuen Vorsitzenden Heusgen.
Da hat es Demonstrationen gegeben. Und an diesen Demonstrationen haben auch Schweizer teilgenommen. Die Freiheitstrychler, die Friedenstrychler in ihren Kutten und ihren Glocken. Ja, man kann darüber argumentieren, ob es richtig ist, wenn die Schweizer da an ausländischen Demonstrationen mitmachen. Aber es ist auch einem Schweizer nicht verboten, sich für den Frieden zu engagieren. Und wenn Sie sich heute für den Frieden engagieren, dann werden Sie auf´s Übelste verleumdet, allen voran vom Riniger-Verlag. Er sagt nämlich, Das sind die Putin-Demonstraten, die Trychler für Putin. Und das ist eine ganz niederträchtige Art und Weise wie man hier versucht, Menschen, die sich für den Frieden engagieren, fertig-zu-machen, niederzuschreiben. Der Blick, die Journalisten dort sollten sich schämen für diese wirklich bestürzende, beelendende Rhetorik, für diesen Journalismus, der verleumdet, was sich für den Frieden einsetzt. Da sehen Sie, in was für einem falschem Film mittlerweile unsere großen Medienhäuser angekommen sind. Die sind dermaßen kriegslüstern, daß man sich fragt, was da eigentlich los ist. Aber diese Journalisten das sind ja Schreibtischtäter. Die sind ja nicht in Gefahr, selber den Karabiner, das Sturmgewehr in die Hand nehmen zu müssen um in diesem Krieg dann selber zu kämpfen und zu sterben. Das ist ein Gratis-Mut, das ist auch eine Gratis-Niedertracht, die sie da an den Tag legen.
Also ich verteidige hier das Recht der Freiheits- und Friedenstrychler, auch in München ihre Glocken zu schwingen. Für den Frieden. Ja, warum denn nicht? Was ist denn so schlimm daran, sich heute für den Frieden zu engagieren. Wir brauchen viel mehr Leute, die sich für den Frieden engagieren.
Wenn Sie sich heute für den Frieden engagieren, dann werden Sie auf´s Übelste verleumdet, allen voran vom Ringier-Verlag. Er sagt, das sind die Putin-Demonstranten.“
(rm)