Angeblicher Drohnenangriff Rußlands auf Polen: Trump glaubt nicht daran
Donald Trump hat den Vorwurf Polens, russische Drohnen hätten diese Woche bewußt den polnischen Luftraum verletzt, bezweifelt.
Und öffentlich die Meinung geäußert, daß es sich bei dem Geschehen „um ein Versehen gehandelt haben könnte“.
Moskau hat die Vorwürfe zurückgewiesen, nachdem die polnische Regierung behauptet hatte, durch mehrere Drohnen aus Rußland angegriffen worden zu sein.
Rußland behauptet derweil, die Reichweite der Drohnen hätte gar nicht nach Polen gereicht, wobei dann komisch erscheint, warum Weißrußland Polen warnte, daß fehlgelenkte Drohnen auf polnisches Territorium unterwegs seien. Oder auch wieder nicht, denn die Reichweite der einzig gezeigten Gerbera-Drohnen zeigt auf, daß es unwahrscheinlich ist, daß sie im russisch kontrollierten Gebiet gestartet wurden.
Wahrscheinlich erscheint, daß entweder russische Drohnen durch elektronische Kriegsführung abgelenkt worden sind oder es sich um eine Falsche-Flagge-Aktion handelte.
Schnell eine gemeinsame Erklärung ausgearbeitet
Rasch wurde von westlichen Staaten eine Erklärung ausgearbeitet und bei der UNO präsentiert.
Die 80. Session der Vereinten Nationen begann am 9. September 2025 in New York. Parallel dazu ereignete sich am 9./10. September ein Vorfall, bei dem 19 bis 23 russische Drohnen den polnischen Luftraum verletzt haben sollen. Rußland sprach von unabsichtlichem Abdriften durch Störungen.
Am 12. September verlasen die USA in den Vereinten Nationen eine gemeinsame Erklärung, die den Vorfall als „rücksichtslosen Völkerrechtsbruch“ verurteilte und Rußland zur Einstellung des Angriffskrieges gegen die Ukraine aufforderte.
Sie wurde von nur 46 UN-Mitgliedstaaten unterstützt, darunter NATO- und EU-Staaten wie USA, UK, Frankreich, Deutschland, Polen sowie Verbündete wie Japan und Australien.
Es handelte sich um eine informelle Unterstützung, keine formelle Resolution.
Es gab keine formelle Abstimmung; die 46 Unterstützer (ca. 24 % der 193 Staaten) erklärten ihre Zustimmung freiwillig.
Die Mehrheit (ca. 147 Staaten), darunter China, Indien und Brasilien, enthielt sich oder lehnte nicht explizit ab.
Parallel fand am 12. September eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates statt, die ohne Resolution endete.
Die Erklärung führte zu NATO-Maßnahmen (z. B. Artikel 4, verstärkte Luftüberwachung) und polnischen Grenzschließungen, während Rußland Absicht leugnete.
Der Vorfall steht zudem in einem Kontext aus der Vergangenheit.
Nicht der erste Vorfall
Der frühere polnische Präsident Andrzej Duda schilderte erst jüngst, wie die Ukraine im November 2022 versucht hat, die NATO in eine direkte Konfrontation mit Rußland zu ziehen.
Dies, als eine ukrainische Rakete auf polnischem Territorium eingeschlagen war, von die ukrainische Regierung behauptet hatte, sie stamme aus Rußland.
Die Ukraine forderte die Nato-Bündnispartner zu Vergeltungsmaßnahmen auf.
„Von Anfang an haben sie versucht, jeden in den Krieg zu ziehen. Das ist offensichtlich“, so Duda. „Jeder Anführer einer Nation in einer Lage wie die der Ukraine würde wollen, dass die ganze NATO an ihrer Seite kämpft.“
„Die Unterstützung der NATO für die Armee, NATO-Panzer und Soldaten, die Seite an Seite gegen Rußland kämpfen ‒ das ist ein Traum (unter solchen Umständen)“, so Duda weiter, und er fügte hinzu: „Polen, das ein NATO-Land ist, hätte dem niemals zustimmen können“.
Weiterführendes, Quellen
https://news.un.org/en/story/2025/09/1165836
https://www.nato.int/cps/en/natohq/opinions_237559.htm
https://www.globaltimes.cn/page/202509/1320123.shtml
https://www.thehindu.com/news/international/putin-testing-the-west-kyiv-says-after-drones-downed-over-poland/article70032741.ece
(rm)