Aktuelle US-Führung und Ukraine-Führung beschuldigen sich gegenseitig für Scheitern der sogenannten Gegenoffensive
„In den ersten Monaten des Jahres 2023 führten Militärs aus Großbritannien, der Ukraine und den Vereinigten Staaten eine Reihe von Kriegsspielen auf einem Stützpunkt der US-Armee in Wiesbaden durch, wo ukrainische Offiziere in ein neu eingerichtetes Kommando integriert wurden, das für die Unterstützung des Kampfes Kiews verantwortlich war“, so die Washington Post aktuell, die weiter schildert wie sich USA und Ukraine die Schuld am Scheitern der Gegenoffensive gegenseitig zuschieben.
Der Blog „Lost in Europe“ zum Schwarze-Peter-Spiel um die Schuld am Scheitern der sogenannten Gegenoffensive:
„Nach der gescheiterten Gegenoffensive in der Ukraine hat das Blame Game begonnen. Washington setzt sich von Kiew ab.“
Diesen Eindruck vermittele ein Bericht in der „Washington Post“.
„Fehlkalkulationen und Meinungsverschiedenheiten“ hätten die „Offensivplanung der USA und der Ukraine“ überschattet, berichtet das Blatt (deutsche Zusammenfassung der Beschuldigungen und US-Planungen beim Magazin „Focus“).
Die Ukraine sei nicht den „bewährten“ US-Taktiken gefolgt, sondern habe sich verzettelt. Bei einem Treffen im Juni im Nato-Hauptquartier habe US-Verteidigungsminister Austin daher den mittlerweile gechaßten Kollegen Reznikov gerügt.
Dieser habe sich mit Hinweis auf die fehlende Luftunterstützung verteidigt.
Das eigentlich Interessante am Bericht der Washington Post
Natürlich ist das alles interessant und aufschlußreich. Und auch der Rückschluß, daß die USA nun wie schon geschehen mit den Kurden oder der früheren Georgien-Führung nun auch die Ukraine-Führung im Stich lassen und sich mit diesen Beschuldigungen von ihr absetzen und von ihr öffentlich distanzieren, ist interessant.
Was jedoch interessanter am Bericht der Washington Post ist, ist, wie durch die gegenseitigen Anschuldigungen zwischen US-Regierung und Ukraine-Regierung eindeutig klar wird, wie die USA die Fäden im Hintergrund zogen.
Sind im Kongreß neue Ukraine-„Hilfen“ gescheitert?
Ein großer Teil der sogenannten „Ukraine-Hilfen“ fließt finanziell in die USA als Rüstungslieferant zu hohen Preisen zurück. Trotzdem wollen die USA nicht mehr weiter Geld geben.
Daß die USA offentlich vorhaben, die Ukraine fallen zu lassen, deutet sich auch darin an, daß im Kongreß weitere Ukraine-Hilfen nicht mehr durchkommen.
Ein Gesetzentwurf zur Bewilligung von mehr als 100 Milliarden US-Dollar als Hilfen für die Ukraine, Israel und Taiwan ist bereits an einer Verfahrensabstimmung im US-Senat gescheitert, obwohl die Konflikte / Kriege Ukraine, Israel und Taiwan miteinander verknüpft wurden ohne die Einheit der Materie wie man in der Schweiz bei Abstimmungen sagt, zu wahren. Man könnte in der Schweiz über Militärhilfen für gleich drei unterschiedliche Länder wohl kaum eine Abstimmung zustandebringen, denn: Bei einer Volksinitiative auf Teilrevision der Verfassung muß die Bundesversammlung zunächst die Gültigkeit der Volksinitiative prüfen. Verletzt sie die Einheit der Form, die Einheit der Materie oder zwingende Bestimmungen des Völkerrechts, wird sie von der Bundeversammlung ganz oder teilweise für ungültig erklärt
Laut der einflußreichen US-Denkfabrik „Rand“ sind Ziele ders Ukraine-Krieges, Rußland zu schwächen, Rußland zu isolieren und Rußland zu überdehnen. Alles drei ist nicht gelungen.
So schrieb später Rand, daß die USA sich aus dem Krieg zurückziehen sollten, denn wo die Grenzen der Ukraine verlaufen sei für die USA nicht von Bedeutung.
Offenbar wird tatsächlich abermals das umgesetzt was die Denkfabrik „Rand Corporation“ der US-Führung empfiehlt.
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(rm)