Dagmar Rosenfeld bei Maybritt Illner: Treten gegen (Ex-Ehemann) Christian Lindner

Dagmar Rosenfeld bei Maybritt Illner: Treten gegen (Ex-Ehemann) Christian Lindner

Eine Frau trennt sich, holt sich einen anderen Mann. Ein Paar trennt sich im Einvernehmen. Oder ein Mann trennt sich. Und hat statt einer in die Jahre gekommenen, figurlich etwas in die Breite gegangene 45jährige nun eine schlanke, jüngere 29jährige.

Nichts Besonderes in der westlichen Welt.

Auch Männern passiert es, daß Frauen sich trennen und sich einen reicheren Mann oder einen mit mehr Status suchen usw. usf.

Zwei Damen unterhalten sich über einen Mann, soweit nichts Besonderes.

Sie tun es im Fernsehen, soweit auch nichts Besonderes.

Die eine Dame ist die Ex-Frau des Mannes über den sie sich unterhalten.

Jetzt spätestens wird es schwierig und merkwürdig mulmig, weil das ganze öffentlich im Fernsehen stattfindet.

Doch es kommt noch besser: Die beiden Damen sind beides Medien-Damen, die eine beim Staatssender ZDF, die andere beim privaten aber staatsnahen Springerkonzern.

Die eine Dame Maybritt Illner, moderiert ihre eigene TV-Sendung, die andere Dame heißt Dagmar Rosenfeld, sie ist Chefredaktorin der Springer-Publikation „Die Welt„.

Doch es kommt noch besser.

Der Mann, um den es geht, ist Christian Lindner. Er ist Chef der deutschen Partei „FDP“ und hat sich jüngst anläßlich der Wahlen in Thürigen in die Linie der Altparteien gestellt und als großer Hasser der demokratisch legitimierten Neupartei AfD präsentiert.

Was Thema der TV-Sendung Maybritt Illner ist bei der die Ex-Frau über ihren Ex-Mann in äußerst eloquenter Weise herzieht.

Doch es kommt noch besser: Gegenüber dem Publikum werden die Interessenskonflike, die gelinde gesagt pikanten Verhältnisse nicht offengelegt.

In sozialen Medien wie auf Twitter ärgert das die Zuschauer des deutschen Staatssenders:

„Was für Profis“

Während CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer immerhin die Thüringer CDU vor dem AfD-Szenario vorab gewarnt habe, seien von Lindner „solche Sätze nicht bekannt“ kritisierte sie ihren Ex-Mann.

Und weiter: „Wenn so wenig Überblick da ist, über eine AfD, die sich schon im November der CDU und FDP angeboten hat, dann muß man sagen: Politik ist was für Profis.“ Auch in einem Thüringen-Kommentar für ihre Zeitung Die Welt verwendet die Ex-Frau und Chefredaktoren diese Formulierung: „Die Thüringer Lektion: Politik ist was für Profis“.

Ihr Ex-Mann verwendete die Formulierung „etwas für Profis“ einmal gegen Greta Thunberg.

Es ist zude nicht Dagmar Rosenfelds erste Attacke auf ihren Ex-Mann, bei dem sie mit diesem Satz giftelte.

Schon 2019 kritisierte sie (sie ist Raucherin) in der Zeitung bei der sie die Chefredaktoren ist daß sich die FDP, also die Partei ihres Ex-Mannes für ein Rauchverbot einsetze: „Freiheit ist was für Profis.“

Das heißt, die Ex-Frau kann bei einer Medienkollegin, Maybritt Illner, geflissentlich gegen ihren Ex-Mann öffentlich treten.

Und sie benutzt offenbar ihre Zeitung, bei der sie Chefredaktoren ist für ihren Rache am Ex.

Auch Journalismus ist mehr was für Profis, nicht nur die Politik

Selbst wäre dem nicht so: Zumindest kennt sie journalistische Grundregeln nicht. Bzw. sie kannte sie einmal und kennt sie heute nicht mehr, denn früher als sie noch bei der linksliberalen Publikation „Die Zeit“ war, sah sie das ganz anders:

„Als ich 2009 bei der ‚Zeit‘ anfing, zählte die FDP zu meinem Themenbereich. Das hat sich verändert, als Christian Lindner und ich ein Paar wurden, ich schreibe seitdem weder über die FDP noch über ihre Akteure. Wie alle Paare tauschen wir uns über unsere Arbeit aus, wodurch ich einen besonderen Einblick in die Partei bekomme. Das beeinflusst meine Ansichten über die FDP, nicht aber meine Überzeugungen. Und auch nicht mein journalistisches Handwerk.“

Sogar bei der Google-Bildersuche kommen bei Eingabe von 'Dagmar Rosenfeld Christian Lindner' bereits einige Fotos der jüngeren neuen Frau. (Bildschirmfotoausriß: Google-Bildersuche)
Sogar bei der Google-Bildersuche kommen bei Eingabe von „Dagmar Rosenfeld Christian Lindner“ bereits einige Fotos der jüngeren neuen Frau. (Bildschirmfotoausriß: Google-Bildersuche)

Dagmar Rosenfeld als Chefredaktorin auf dem richtigen Posten?

Ob so eine Person als Journalistin und gar als Chefredaktorin geeignet ist?

Natürlich ist es nicht schön, als Frau verlassen zu werden wegen einer jüngeren Frau, die schlanker und schöner ist. Wobei man nicht weiß, ob es so war. Aber auch wenn sie sich getrennt haben sollte, ist es schlechter Stil, seinen Chefredaktionsposten und Fernsehauftritte dazu zu nutzen um gegen den Ex-Mann zu treten.

Vor allen Dingen nicht, wenn der ZDF-Zuschauer gar weiß, wer hier öffentlich kritisiert. Wenn weder die Moderatorin es offenlegt und auch man selbst nicht wenigstens erwähnt, daß man mit der kritisierten Person bis vor kurzer Zeit noch verheiratet war.

Der deutsche Journalist (ehem. stv. Chefredaktor beim Bild) und Politiker (AfD) Nicolaus Fest schreibt dazu auf seinem Blog aktuell:

„Maybrit Illner diese Woche, die Runde mit Gauland zur Wahl in Thüringen. Dabei auch Dagmar Rosenfeld, Chefredakteurin der WELT, die den abwesenden FDP-Chef Lindner scharf kritisierte. Rosenfeld (45) war bis vor zwei Jahren mit Lindner liiert, dann trennte man sich angeblich freundschaftlich – oder möglicherweise auch wegen der deutlich jüngeren Moderatorin, mit der Lindner nun verbunden ist. In jedem Fall hätte Illner die WELT-Redakteurin nicht einladen, diese die Einladung nicht annehmen dürfen. Doch so funktioniert heute Amiga-Journalismus: Keinen Sinn für Grenzen, keinen Anstand, Seilschaften. Und dem Zuschauer wird all dies als Objektivität verkauft.“

Auch beim Münchner Merkur stellt man sich Fragen (https://www.merkur.de/politik/tv-thueringen-maybrit-illner-zdf-lindner-gauland-rosenfeld-ex-frau-zr-13527882.html)
Auch beim Münchner Merkur stellt man sich Fragen (https://www.merkur.de/politik/tv-thueringen-maybrit-illner-zdf-lindner-gauland-rosenfeld-ex-frau-zr-13527882.html)

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