Weitere synthetische Drogen verboten
Wer synthetisch produzierte Drogen nimmt, kenne deren Gesundheitsrisiken nicht, so das Schweizerische Heilmittelinstitut („swissmedic“). Damit sind nicht von der Pharmaindustrie hergestellte sythetische Drogen gemeint, sondern solche, die illegal hergestellt und / oder importiert werden.
Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) verbietet ab 9. Oktober 2023 weitere 10 Einzelsubstanzen und eine Substanzgruppe, um den Mißbrauch neuer synthetischer Stoffe als Betäubungsmittel zu bekämpfen.
Mit der Anpassung der entsprechenden Verordnung werden diese psychoaktiven Substanzen den Betäubungsmitteln gleichgestellt: Herstellung, Handel und Anwendung sind illegal und unterliegen der Strafandrohung des Betäubungsmittelgesetzes.
Neue psychoaktive Substanzen sind betäubungsmittelähnlich wirkende, synthetische Stoffe. Sie werden als Rauschmittel vermarktet und auch als Designerdrogen bezeichnet.
Der Konsum solcher künstlichen Drogen ist ein Gesundheitsrisiko: Es ist nicht bekannt, wie sie zusammen mit anderen Substanzen wirken, ob und wie stark sie abhängig machen und wie giftig sie sind, wenn sie wiederholt eingenommen werden.
Wegen der ähnlichen Struktur zu Substanzen, die bereits unter Kontrolle stehen, ist von einer betäubungsmittelähnlichen Wirkung mit beträchtlichem Abhängigkeits- und Mißbrauchspotential auszugehen.
Mit der Aufnahme in die Verzeichnisse der kontrollierten Substanzen wird die Verbreitung neuer Designerdrogen auf dem Schwarzmarkt und damit der Konsum dieser potentiell gesundheitsgefährdenden Stoffe wirkungsvoll bekämpft.
Die Aktualisierung der Betäubungsmittelverzeichnisverordnung erfolgt auf Antrag des Schweizerischen Heilmittelinstituts Swissmedic und ist international abgestimmt.
Damit solle verhindert werden, daß die Schweiz zu einem Umschlagplatz für den Handel mit Designerdrogen wird, so heißt es weiter.
Seit Dezember 2011 sind 287 Einzelsubstanzen und 15 Gruppen (Derivate) in das das Verzeichnis e (Anhang 6) der Betäubungsmittel-Verzeichnis-Verordnung aufgenommen worden.