Schweizer Kernmaterial-Bestände im Ausland: Wo sind 68’416 kg Uran hin?
Seit Inkrafttreten des Kernenergiegesetzes und der „Safeguards“-Verordnung müssen alle Kernmaterialbestände im Ausland, welche sich in Schweizer Besitz befinden, jährlich den Aufsichtsbehörden gemeldet werden.
Mit der sogenannten „Safeguards-Verordnung“ setzt die Schweiz Artikel 3 des Atomsperrvertrags um.
In diesem Vertrag verpflichten sich Staaten, welche über keine Kernwaffen verfügen einseitig, ihre Kernmaterialien und Kernanlagen „Safeguards-Maßnahmen“ zu unterziehen.
Das Bundesamt für Energie veröffentlicht heute die Bestandszahlen für das Jahr 2020. Es fehlen 68’416 kg Uran.
Kernmaterial im Besitz der Betreiber der Schweizer Kernanlagen befindet sich in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den USA und Schweden.
Die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben sich aus der Beschaffung und Verarbeitung von Uran zu Brennelementen; diese hängen von wirtschaftlichen und betrieblichen Anforderungen ab.