Pressefreiheit: Am 4. Januar entscheidet Oberster Gerichtshof in Großbritannien über die Auslieferung von Assange
Die mögliche Auslieferung von Julian Assange an die USA hat Bedeutung für den gesamten Journalismus der sogenannt freien westlichen Welt.
Die auf einmal die häßliche Fratze der Unfreiheit zeigt.
Die US-Anklage gegen Assange sei eindeutig politisch motiviert, sagte der Geschäftsführer von „Reporter ohne Grenzen“, Christian Mihr. Die USA wollten „ein Exempel statuieren und eine abschreckende Wirkung auf Medienschaffende überall auf der Welt erzielen“.
„Dem Whistleblower und Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks droht möglicherweise eine lebenslange Haft in den USA. Am 4. Januar entscheidet der Central Criminal Court in London, ob Großbritannien dem Auslieferungsgesuch statt gibt“, berichtet der KleinReport. Und weiter:
„Diese Entscheidung hat weitreichende Folgen für die Pressefreiheit weltweit: Whistleblower, Journalisten, Verlegerinnen und Verleger sind davon betroffen.“
Ganzer Bericht:
„Die großen Medien, die mit Julian Assange zusammengearbeitet und mit den Wikileaks-Enthüllungen weltweit Schlagzeilen produzierten – heute vor zehn Jahren erschienen ihre Aufmacher zu „Cablegate“, den von Wikileaks publizierten Diplomatendepeschen, die tiefe Einblicke in die Usancen der US-Außenpolitik gewährten – haben für den Kollegen, der aufgrund von fingierten Ermittlungsverfahren in die ecuadorianische Botschaft fliehen mußte, dort acht Jahre isoliert war und nun in einem britischen Hochsicherheitstrakt für Schwerverbrecher gehalten wird, bis dato kaum einen Finger gerührt“ schreibt Taz-Mitgründer Mathias Bröckers in einem Kommentar.
Bildquelle Beitragsbild und Kommentar: https://kenfm.de/europaeische-grundrechte-fuer-alle-ausser-fuer-julian-assange-von-mathias-broeckers-podcast/