Tötungsdelikt in Kebabladen in Morges: Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen +++ Mit Messer in den Rücken gestochen
Die Bundesanwaltschaft (BA) hat die Ermittlungen übernommen zum Tötungsdelikt in einem Döner-Kebab-Lokal vom vergangenen Samstag in Morges (VD).
Am vergangenen Samstag, 12. September 2020, wurde in Morges eine Person mit einer Stichwaffe getötet. Der Tatverdächtige konnte bereits am Sonntag, 13. September 2020 von der Kantonspolizei Waadt festgenommen werden (siehe Medienmitteilungen der Kantonspolizei Waadt).
Die Bundesanwaltschaft (BA) hat die Ermittlungen in der Zwischenzeit übernommen. Die Hintergründe der Tat werden nun abgeklärt. Ein mögliches terroristische Motiv für die Tat in Morges kann nicht ausgeschlossen werden. Der Tatverdächtige ist bereits als Beschuldigter involviert in ein Strafverfahren der BA, das im Rahmen der gesetzlich zur Verfügung stehenden strafprozessualen Instrumente geführt wird. Die Person ist dem Nachrichtendienst des Bundes (NDB) seit 2017 bekannt.
Im Rahmen der aktuellen Ermittlungen der BA besteht eine enge Kooperation mit den zuständigen Behörden des Kantons Waadt, dem NDB und fedpol.
Polizeibekannt und trotz Delikt aus Haft entlassen
Der Mann soll gemäß schweizerischem Staatsfernsehen SRF ein 26 Jahre alter Islamist sein, den Schweizer Paß besitzen und aus einer türkischen Familie stammen soll.
Er hatte im Frühjahr 2019 versucht, eine Tankstelle in Brand zu setzen.
Wurde aber dennoch – wie in den Justizsystemen viele Länder Westeuropas üblich – wieder auf freien Fuß gesetzt nach einiger Zeit Untersuchungshaft.
Das Opfer saß mit 11 Personen beim essen auf der Kebab-Terrasse. Da wurde ihm in den Rücken gestochen.
Psychische Probleme
Medien berichten, der Mann habe angeblich „psychische Probleme“ gehabt.