Bundespräsidentin Sommaruga reist kommende Woche in die West-Ukraine

Bundespräsidentin Sommaruga reist kommende Woche in die West-Ukraine

Die aktuelle Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga besucht kommende Woche die Ukraine. Das Land ist seit der Nato-Ostausweitung bzw. der Farben-„Revolution“ gespalten.

Die Ukraine ist für die Sicherheits- und Friedenspolitik der Schweiz von großer Bedeutung, außerdem ist das Wirtschaftspotential beträchtlich.

Die Bundespräsidentin wird am Dienstag, 21. Juli 2020, in Kyiv vom ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyy zu einem Staatsbesuch empfangen und mit ihm die bilaterale Zusammenarbeit und das internationale Umfeld besprechen.

Auf dem Programm stehen am ersten Tag des Präsidialbesuchs mehrere Anlässe, die dem wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Austausch gewidmet sind. Die offizielle Delegation wird von einer Wirtschaftsdelegation mit Repräsentanten der Energie- und Infrastrukturbranchen begleitet.

Engere Zusammenarbeit zwischen der West-Ukraine und der Schweiz angestrebt

Am zweiten Tag wird die Bundespräsidentin in Kyiv mit Fachministern sowie Repräsentanten der ukrainischen Zivilgesellschaft zusammenkommen. Bei diesen Treffen wird es darum gehen, die Bereiche zu diskutieren, in denen eine noch engere Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der Ukraine erreicht werden kann.

Am Donnerstag, 23. Juli, reist Bundespräsidentin Sommaruga in den Osten der Ukraine. Geplant sind dort unter anderem Gespräche mit lokalen Behörden sowie humanitären und entwicklungspolitischen Experten zur aktuellen Situation. Vorgesehen ist zudem der Besuch einer Wasseraufbereitungsstation, die von der Schweiz unterstützt wird und die Bevölkerung auf beiden Seiten der Kontaktlinie versorgt.

Viel Geld fließt in die Ukraine: Schweiz 5.-wichtigste Gebernation

Eine friedliche Lösung für den Konflikt in der Ostukraine ist ein Schwerpunkt der Schweizer Friedenspolitik. Als fünftwichtigste Gebernation leistet die Schweiz humanitäre Hilfe in der Ukraine und ist insbesondere auch mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Friedensprozeß beteiligt.

Durch die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) engagiert sich die Schweiz seit dem Jahr 2000 in dem Land, wo sie ein Kooperationsbüro in Kyiv unterhält.

Diplomatische Beziehungen haben die beiden Staaten bereits kurz nach der Unabhängigkeit der Ukraine 1991 aufgenommen.

Die Kontakte sind gut und in mehreren Bereichen ausbaufähig, was der Umstand belegt, daß es sich bei der anstehenden Reise um den ersten bilateralen Präsidialbesuch aus der Schweiz handelt.

Freihandelsabkommen mit der EFTA

Für die Wirtschaftsbeziehungen zur Ukraine ist das Freihandelsabkommen mit der EFTA, das seit Juni 2012 in Kraft ist, von Bedeutung.

Mit einem Handelsvolumen von 556 Millionen Franken (2018) besteht im wirtschaftlichen Austausch noch ein großes Potential; seit einigen Jahren wird dieses zunehmend genutzt. Vertieft haben sich zuletzt auch die kulturellen Kontakte.

(Bild: Ukraine.ch)

admin

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