Coronavirus: Das ist zu beachten
Gemäß Behördenangaben sind inzwischen rund 17 500 Erkrankungsfälle mittels Labornachweis bestätigt. 362 Patienten sind bisher verstorben, davon eine Person außerhalb Chinas, auf den Philippinen.
Allerdings handelt es sich hierbei um keine Person philippinischer Herkunft, sondern chinesicher Herkunft.
Ursprung des Ausbruchs war wahrscheinlich ein Markt der zentralchinesischen Stadt Wuhan, auf dem nebst Fisch auch Fledermäuse und weitere Wildtiere gehandelt wurden.
In der Provinz Hubei sind nebst der Stadt Wuhan 16 weitere Großstädte seit dem 23. Januar 2020 grossräumig abgeriegelt. Strassen- Zug- und Flugverbindungen sind unterbrochen. Im öffentlichen Raum ist das Tragen von Masken Pflicht. Reisen aus bzw. in diese Regionen sind zurzeit – wenn überhaupt – nur mit einer Sondergenehmigung möglich. Es ist noch unklar, wie lange diese Einschränkungen und Vorschriften gelten.
Ausserhalb Chinas wurden in 26 weiteren Ländern Fälle bestätigt. In Europa liegen Meldungen aus Frankreich, Deutschland, Italien, Vereinigtes Königreich, Finnland, Schweden, Spanien und Russland vor.
Coronavirus Schweiz
Bislang wurde in keiner der untersuchten Proben das neue Coronavirus nachgewiesen. Es ist aber möglich, daß auch in der Schweiz Fälle auftreten.
Die Fluglinie Swiß hat derweil sämtliche Flüge nach China erst-einmal gestoppt.
Die Lageentwicklung wird natürlich sowohl in der Schweiz wie auch weltweit aufmerksam verfolgt. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) schätzt das Risiko einer Einschleppung des neuen Coronavirus als hoch ein. Gleiches gilt für die Schweiz.
Maßnahmen bei der Einreise werden aufgrund der aktuellen Lageeinschätzung in der Schweiz nicht umgesetzt.
Das Nationale Referenzzentrum für neuauftretende Viruserkrankungen (NAVI) in Genf ist in der Lage, das neue Coronavirus labordiagnostisch nachzuweisen. Das BAG bereitet sich mit Partnern auf allen Ebenen auf eine mögliche weitere Ausbreitung der Erkrankungen vor.
Empfehlungen für Reisende
Die WHO hat bis anhin keine Reisebeschränkungen ausgesprochen. China selbst hat allerdings massiv durchgegriffen.
Das BAG rät von Reisen in die Provinz Hubei ab. Die Stadt Wuhan sowie 16 weitere Großstädte der Provinz Hubei sind seit dem 23.01.2020 großräumig abgeriegelt. Straßen- Zug- und Flugverbindungen sind unterbrochen und im öffentlichen Raum ist das Tragen von Masken Pflicht.
Reisen aus bzw. in diese Regionen sind zurzeit – wenn überhaupt – nur mit einer Sondergenehmigung möglich. Es ist noch unklar, wie lange diese Einschränkungen und Vorschriften gelten.
Für Reisen in die übrigen Regionen Chinas empfiehlt das BAG:
- Gute persönliche Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen
- In ein Taschentuch, oder wenn keines vorhanden ist, in die Armbeuge niesen oder husten
- Möglichst kein Kontakt mit Personen mit Atembeschwerden
- Möglichst größere Menschenansammlungen meiden
- Beachten der lokalen Weisungen und Empfehlungen
- Rückreisende aus China, die innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr Atembeschwerden oder Fieber entwickeln, sollen – nach vorgängiger telefonischer Kontaktaufnahme – eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Es ist wichtig, bereits beim Anruf den Arzt oder die Ärztin über die kürzlich erfolgte Chinareise zu informieren.
Aktuell bestehen für andere Länder keine Reiserestriktionen.
Flughäfen in Singapur, Hongkong, Thailand, Taiwan und anderen Städten im asiatischen Raum haben Screening-Massnahmen für Passagiere aus China eingeführt. Mit verstärkten Überwachungsmassnahmen kann auch an anderen internationalen Flughäfen gerechnet werden (Europa, Nordamerika, Australien).
Wenn Sie sich in China aufgehalten haben
In den 14 Tagen nach Ihrer Abreise aus China
- Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Wasser und Seife oder einem Handdesinfektionsmittel.
- Vermeiden Sie an Orte zu gehen, an denen sich viele Menschen aufhalten, z. B. Sportveranstaltungen, öffentliche Verkehrsmitte.
- Wenn Sie Symptome einer Atemwegsinfektion (Fieber, Husten, Atemnot (s.unter «Häufig gestellte Fragen», Frage 3)) entwickeln, bleiben Sie zu Hause, begeben Sie sich nicht mehrin die Öffentlichkeit und kontaktieren Sie umgehend, zuerst telefonisch eine Ärztin, einen Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.
- Solange Sie keine Symptome aufweisen, ist ein diagnostischer Test nicht notwendig.