Meßfahrzeug fährt durch Solothurn: Grundlage für die künftige Unterhaltsplanung

Meßfahrzeug fährt durch Solothurn: Grundlage für die künftige Unterhaltsplanung

Anfang Oktober 2026 erfaßt ein speziell ausgerüstetes Meßfahrzeug den Zustand des Solothurner Straßennetzes. Die Daten dienen als Grundlage für die Planung und Koordination künftiger Unterhalts- und Sanierungsmaßnahmen. Der Verkehr wird durch die Meßfahrten nicht beeinträchtigt.

Voraussichtlich in den Kalenderwochen 40 und 41 werden sämtliche Gemeinde- und Hauptstraßen, Fuß- und Velowege sowie Unterführungen befahren. Die Messungen werden im Auftrag der Stadt von der Firma DigitalSurvey aus Burgdorf durchgeführt und dauern drei bis vier Tage. Die Altstadt wird am Sonntag, 4. Oktober 2026 befahren.

Bei ungünstiger Witterung verschieben sich die Arbeiten. Bis Ende Oktober sind die Erhebungen abgeschlossen.

Grundlage für die Unterhaltsplanung

Die Erhebung liefert eine aktuelle und einheitliche Datengrundlage. Die Stadt kann damit den Zustand einzelner Straßenabschnitte beurteilen, den Sanierungsbedarf ermitteln und Maßnahmen priorisieren.

Sie gleicht den Straßenzustand zudem mit dem Sanierungsbedarf von Kanalisation und Wasserleitungen ab. So können die Arbeiten aufeinander abgestimmt und die erforderlichen finanziellen Mittel frühzeitig eingeplant werden.

Die letzte Straßenzustandserfassung erfolgte im Jahr 2022. Die Stadt sieht vor, die Erhebung weiterhin alle vier Jahre zu wiederholen, um Veränderungen des Straßenzustands systematisch zu dokumentieren und bei der Unterhaltsplanung zu berücksichtigen.

Meßtechnik und Nutzung der Daten

Das Meßfahrzeug erfaßt den Straßenraum mit hochauflösenden Kameras und dreidimensionaler Laservermessung. Die Stadtverwaltung nutzt die Daten auch für weitere Aufgaben, etwa für die Beurteilung der Zufahrten für die Feuerwehr, die Dokumentation der Verkehrssignale oder die Bewirtschaftung des Baumkatasters.

Der Datenschutz wird durch eine programmgesteuerte Anonymisierung sichergestellt. Dabei werden insbesondere erkennbare Personen und Fahrzeugkennzeichen mithilfe automatisierter und künstlich-intelligenzgestützter Verfahren unkenntlich gemacht.

Die aufbereiteten Daten werden anschließend in das städtische Geoinformationssystem BlueMap integriert.

(pd, rm)
(Bild: Stadt Solothurn)

admin

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