Lehrer im Wallis mit Tuberkulose infiziert

Lehrer im Wallis mit Tuberkulose infiziert

Bei einem Lehrer der Primarschulen von Saint-Maurice und Dorénaz wurde kürzlich eine Lungentuberkulose diagnostiziert. Er befindet sich in ärztlicher Behandlung und unterrichtet nicht mehr. Nach einer Kontaktnachverfolgung, die von der Walliser Lungenliga durchgeführt und von der kantonalen Einheit für übertragbare Krankheiten koordiniert wird, werden in einem zweiten Schritt die Kinder getestet, die in engem und regelmässigem Kontakt mit dem betroffenen Lehrer standen. Die Eltern wurden informiert.

Bei einem Lehrer der Primarschulen von Saint-Maurice und Dorénaz wurde kürzlich eine Lungentuberkulose diagnostiziert. Er befindet sich in ärztlicher Behandlung und unterrichtet nicht mehr.

Eine Kontaktnachverfolgung ist derzeit im Gange. Sie wird von der Walliser Lungenliga geleitet und von der kantonalen Einheit für übertragbare Krankheiten koordiniert. Im Anschluss an das Contact-Tracing werden diejenigen Kinder in der Schule getestet, die engen und regelmässigen Kontakt zu dem betroffenen Lehrer hatten. Dabei handelt es sich um einen Bluttest, mit dem eine mögliche Exposition gegenüber dem Bakterium nachgewiesen werden kann. Die Ergebnisse werden den Eltern innerhalb weniger Tage direkt mitgeteilt. Bei einem positiven Befund wird eine weitere medizinische Untersuchung durchgeführt, um festzustellen, ob eine vorbeugende Behandlung erforderlich ist. Die Tests werden auch bei den Lehrpersonen durchgeführt, die in engem und regelmässigem Kontakt mit dem betroffenen Lehrer standen.

Die Massnahmen betreffen bis auf Weiteres fünf Klassen, die auf die beiden Schulen verteilt sind. Die Lehrpersonen und die Eltern der betroffenen Kinder wurden informiert. Personen, die nicht zu der Gruppe gehören, die engen und regelmässigen Kontakt zu dem betroffenen Lehrer hatte, müssen zum jetzigen Zeitpunkt nicht getestet werden. Bei Symptomen wie anhaltendem Husten und/oder längerem Fieber wird jedoch empfohlen, einen Kinderarzt aufzusuchen.

Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die über die Luft übertragen wird, in der Regel bei längerem und engem Kontakt mit einer erkrankten und unbehandelten Person. Das Übertragungsrisiko bei gelegentlichen oder kurzzeitigen Kontakten wird als gering eingeschätzt. Die Krankheit lässt sich wirksam behandeln.

Die ergriffenen Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit zielen darauf ab, exponierte Personen zu identifizieren, um ihnen eine vorbeugende Behandlung anzubieten, damit die Krankheit nicht mehr auftritt und eine weitere Übertragung verhindert wird. Die Lage wird aufmerksam verfolgt, erfordert jedoch keine weiteren Sofortmaßnahmen. Die Schule kann ihren Betrieb wie gewohnt fortsetzen.

Hintergrund

„Etwa ein Drittel der Weltbevölkerung ist mit Tuberkuloseerregern infiziert. Nur ein geringer Teil der Infektionen führt jedoch zu einer Erkrankung. Mit über einer Million Toten jährlich ist die Schwindsucht (Tuberkulose) die tödlichste Infektionskrankheit weltweit. Beim Menschen ist die Lungentuberkulose die häufigste Form. Mit einer jährlichen Tuberkuloseinzidenz von rund 10 Millionen Fällen steht diese Krankheit an der Spitze der globalen Sterblichkeitsstatistik für Infektionskrankheiten“, so Wikipedia.

„In der Schweiz gibt es jährlich noch ca. 550 Erkrankungen an Tuberkulose. Die Mehrzahl der Erkrankungen in der Schweiz kommt bei Personen aus Ländern vor, in denen die Tuberkulose noch verbreitet ist (insbesondere Afrika und Asien). Bei Einheimischen sind zur Hälfte Personen im Pensionsalter betroffen, die sich noch als Kinder angesteckt hatten“, so das BAG.

(pd, rm)

admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert