General a.D. Harald Kujat zum Ukraine-Krieg: „Inkompetenz, Ignoranz und Ideologie.“
„Der Ukraine-Krieg hätte verhindert werden können“, so am 27. März 2025 war der ehemalige Generalinspektuer der Bundeswehr Harald Kujat a.D. zu Gast bei Pfarrer Thomas Dietz in Malchow bei Prenzlau.
Als Vorsitzender des NATO-Militärausschusses stand Kujat auch dem NATO-Rußland-Rat vor.
Die Zahl der Fahnenflüchtigen steigt dramatisch an, die Unterstützung der Bevölkerung sinkt, die Moral der Soldaten schwindet, so Kujat zur aktuellen Situation im Ukraine-Krieg.
Kujat plädiert für eine Unterstützung der Friedensbemühungen im Stellvertreterkrieg in der Ukraine.
Es sei eine „bittere Wahrheit“, daß nach 3 Jahren trotz allen Waffenlieferungen und Unterstützungen der Krieg sich nicht zugunsten der Ukraine entwickelt.
Journalist Barucker schreibt zur Rede von Kujat:
„Die bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche ist vielleicht ein Sinnbild für das enorme Interesse am Ukraine-Konflikt und die Angst vor einer möglichen Eskalation.
Trotz eindeutiger Friedensbemühungen der USA und Russland bezüglich des Stellvertreterkrieges in der Ukraine forciert Europa weiterhin Aufrüstung und propagiert eine vermeintlich russische Bedrohung, die jedoch keine faktische Grundlage hat. 800 Milliarden Euro sollen auf EU-Ebene zukünftig in Rüstung investiert werden. Die neue deutsche Regierung sieht ein Sondervermögen, also das Aufnehmen von Schulden, in Höhe von 500 Milliarden für Rüstung und Infrastruktur vor. Während also Presse und Politik einen potentiellen Angriff Rußlands auf die NATO postulieren und damit Angst erzeugen, analysiert der ehemalige ranghöchste Soldat der Bundeswehr den militärischen Konflikt in der Ukraine sachlich und nüchtern.
In seinem 45-minütigen Vortrag benennt er die wichtigsten historischen Eckpunkt des Ukraine-Konflikts, bewertet die aktuelle militärische Lage und widerspricht eindeutig dem Narrativ einer potentiellen Bedrohung durch die russische Förderation. Kujat spricht sich dafür aus, daß Außenpolitik realistisch sein sollte und sich an der Verfassung zu orientieren habe.
Den Einmarsch Rußlands in die Ukraine bewertet er eindeutig als völkerrechtswidrig, stellt aber folgende Gegenfrage in den Raum: „Aber rechtfertigt das, daß wir weiter Millionen Menschen dort sterben lassen?“